INDUSTRIA kommt mit rekonzipiertem Spezialfonds ‚Industria Wohnen Deutschland VIII‘ an den Markt

Die INDUSTRIA kommt mit einer angepassten Variante des offenen Immobilien-Spezialfonds ‚Industria Wohnen Deutschland VIII‘ an den Markt, nachdem für den Vorgängerfonds, den „Wohnen Deutschland VII“ zuletzt erfolgreich das Schlussinvestment beurkundet werden konnte. Mit dem Vehikel plant die INDUSTRIA, zwischen 200 und 300 Mio. Euro Eigenkapital bei institutionellen Investoren einzusammeln. Das Fondsvolumen soll 300 bis 500 Mio. Euro erreichen. Die angestrebte durchschnittliche Zielausschüttungsrendite liegt bei mindestens 4,0 Prozent p.a. Grundsätzlich kann der Fonds in Neubau- und Bestandsimmobilien investieren, auch eine Beimischung von Immobilien in serieller bzw. modularer Bauweise ist möglich. Als Service-KVG fungiert die IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft. Der Fonds war bereits 2022 konzipiert worden, wurde aber zwischenzeitlich aufgrund der veränderten Marktparameter zurückgestellt.

Thomas Wirtz FRICS, Geschäftsführer der INDUSTRIA Immobilien, kommentiert:

„Der Fonds erfüllt die Anforderungen gemäß Artikel 8 der Offenlegungsverordnung. Dafür wurden ökologische Merkmale für die zu erwerbenden Objekte definiert, die sicherstellen, dass die regulatorischen Vorgaben erfüllt werden.“

Zudem erklärt er: „Gleichzeitig lassen diese Merkmale der INDUSTRIA als Asset Manager auch genügend Freiraum, um Opportunitäten zu nutzen. Beispielsweise muss ein Teil der Wohnimmobilien Energieeffizienzklasse B oder besser aufweisen. Ist die Energieeffizienzklasse bei Erwerb geringer, besteht die Möglichkeit die energetischen Anforderungen auch zu erreichen, indem in den ersten fünf Jahren nach Erwerb eine deutliche Verbesserung durch entsprechende Maßnahmen an den Objekten erzielt wird.“

In die Fondskonzeption eingeflossen sind auch die Erkenntnisse der jüngsten Investorenumfrage INDUSTRIA Wohninvestmenttrends vom Frühjahr 2026. Im Rahmen der Befragung war bei Wohninvestments eine Kombination aus Bestands- und Neubauimmobilien die beliebteste Strategie (rund 42 Prozent der Befragten). „Auch was die Risikostrategie des Fonds – Core/Core+ – und die Höhe der Ausschüttung angeht, sind wir mit dem neuen Fonds auf der Linie dessen, was Anleger aktuell nachfragen“, sagt Wirtz.

Geplante Verschärfung der Mietregulierung durch Regierung: Experten warnen vor zusätzlichen Belastungen für den Wohnungsmarkt

Das geplante Reformpaket Mietrecht II der Bundesregierung könnte weitreichende Folgen für Vermieter, Investoren, Projektentwickler und Mieter haben. In einem Webinar von RUECKERCONSULT diskutierten Steuerberater Ulrich Creydt, Geschäftsführer der Ypsilon Group, Sascha Nöske, CEO der Strategis AG, Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer der INDUSTRIA Immobilien, sowie Uwe Bottermann, Rechtsanwalt und Partner bei Bottermann::Khorrami, die zentralen Elemente der geplanten Neuregulierung. Im Mittelpunkt standen die strengeren Vorgaben für möbliertes Wohnen, die Begrenzung von Indexmieten in angespannten Wohnungsmärkten, neue Regeln für Kurzzeitmietverträge, ein erweiterter Kündigungsschutz bei Mietrückständen sowie Anpassungen bei Modernisierungsmieterhöhungen.

Ulrich Creydt ordnete das Reformpaket als zweiten und umfassenderen Schritt der neuen Bundesregierung nach der Verlängerung der Mietpreisbremse ein: „Im Reformpaket Mietrecht II soll es darum gehen, das Mietniveau in Deutschland zu stabilisieren und mögliche Umgehungstatbestände der Mietpreisbremse zu vermeiden.“ Zugleich wies er darauf hin, dass insbesondere die Begrenzung von Indexmieten in angespannten Wohnungsmärkten problematisch wirken könne:

„Wenn ich eine solche Regelung einfüge, sorge ich in diesen angespannten Wohnungsmärkten eher dafür, dass weniger und nicht mehr gebaut wird.“

Ein zentraler Punkt der Reform betrifft das möblierte Wohnen. Dabei muss zwischen Wohnraum von gewerblichen Anbietern (z.B. Boardinghouses) und Privatanbietern unterschieden werden: Während viele professionelle Anbieter von Boardinghouses oder Serviced-Apartment-Konzepten mit speziellen Vertragsgestaltungen in Objekten operieren, die baurechtlich als Gewerbeflächen gelten, bieten viele Privatvermieter möblierte Räume in Objekten an, die baurechtlich als Wohnraum eingeordnet sind. Letztere Gruppe ist Ziel der Neuregulierung.

Künftig soll der Möblierungszuschlag im Mietvertrag gesondert ausgewiesen und stärker begrenzt werden. Sascha Nöske relativierte die Marktbedeutung möblierter Angebote, warnte aber vor Fehlsteuerungen: „Der Anteil ist kleiner, als es in manchen Portalen den Anschein erweckt. Man sieht nur mehr Anzeigen, weil die Neuvermietungsfrequenz deutlich höher ist.“

Gerade für Menschen, die wegen eines neuen Arbeitsplatzes in eine neue Stadt ziehen, erfülle möbliertes Wohnen eine wichtige Übergangsfunktion. „Wenn das nicht da ist, wird es auch schwieriger, Talente für den Arbeitsmarkt zu bekommen“, sagte Nöske.

Arnaud Ahlborn beobachtet, dass einzelne Projektentwickler am Markt möblierte Konzepte als Reaktion auf gesunkene Ankaufsfaktoren nutzten. „Wenn man sich in einem 15-Euro-Markt befindet und plötzlich 26 oder 28 Euro aufgerufen werden, stellt man fest: Das ist, weil die Wohnung plötzlich möbliert ist“, sagte Ahlborn. Solche Ansätze seien aus seiner Sicht nicht nachhaltig „Ich kann die Miete nicht verdoppeln, nur weil ich so tue, als sei das jetzt plötzlich ein anderes Produkt.“

Rechtsanwalt Uwe Bottermann nimmt eine wichtige Einordnung vor: Er stellt klar, dass möbliertes Wohnen und Kurzzeitvermietung rechtlich getrennt zu betrachten sind. „Es gibt möblierte Vermietung, ohne dass es Kurzzeitvermietung ist“, so Bottermann. Bei Kurzzeitvermietungen sei eine vollständige Ausstattung dagegen regelmäßig ein wichtiges Indiz dafür, dass die Wohnung nur vorübergehend genutzt werde. Mit Blick auf die geplante Regulierung des Möblierungszuschlags erklärt er: „Die Neuregelung bringt Transparenz, indem man vorschreibt, was im Mietvertrag zu regeln ist. Sie kann aber auch zu geringerem Mieteinkommen führen.“

Regulierung von Indexmieten schwächt einen der zentralen Vorteile des Wohnimmobilieninvestments

Besonders kritisch bewerteten die Experten die geplante Deckelung von Indexmieten. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen Mieten in angespannten Wohnungsmärkten nur noch bis zu einem Anstieg des Verbraucherpreisindex von drei Prozent vollständig angepasst werden können. Darüber hinausgehende Inflationsraten sollen nur noch zur Hälfte berücksichtigt werden. Ahlborn sagte:

„Aus Sicht institutioneller Investoren schwächt diese Regelung ein zentrales Argument für das Wohninvestment – nämlich den vollumfänglichen Inflationsschutz.“

Gerade im Neubau seien Indexmietverträge ein wichtiges Instrument, weil in den ersten Jahren nach Fertigstellung keine größeren Modernisierungen anstünden.

Nöske warnte vor der kumulativen Wirkung einzelner Eingriffe: „Jede einzelne Regulierung ist noch nicht der Weltuntergang. Aber es sind viele kleine Nadelstiche.“ Aus seiner Sicht könne dies Investitionen in Wohnraum weiter erschweren: „Es muss auch noch einen Grund geben, in Wohnraum zu investieren. Der Markt ist nach wie vor attraktiv, aber man sollte ihn nicht künstlich verschlechtern.“

Auch die geplanten Änderungen bei Kurzzeitmietverträgen wurden diskutiert. Uwe Bottermann dazu: „Bisher hatte sich am Markt und in der Rechtspraxis eine Laufzeit von bis zu zwölf Monaten als Rahmen für Mietverträge zum vorübergehenden Gebrauch etabliert. Künftig soll die Grenze grundsätzlich bei sechs Monaten liegen; eine Verlängerung auf acht Monate soll nur bei unvorhergesehenem Bedarf möglich sein.“

Creydt verwies zudem auf steuerliche Folgefragen bei sehr kurzen Mietverhältnissen: „Wenn ich temporär vermiete, also im Rahmen von sechs Monaten bleibe, ist das Ganze umsatzsteuerpflichtig.“ Für private Vermieter könne dies zusätzlichen Aufwand bedeuten, etwa durch Umsatzsteuervoranmeldungen. „Das ist ein zusätzliches Bürokratie-Hemmnis“, sagte Creydt.

Vereinfachung bei Modernisierungsmieterhöhungen wird nur leicht positiv gesehen

Die geplante Anhebung der Wertgrenze für das vereinfachte Verfahren bei Modernisierungsmieterhöhungen von 10.000 auf 20.000 Euro pro Wohnung wurde von den Praktikern nur eingeschränkt positiv bewertet. Ahlborn sagte: „Bei einer 75-Quadratmeter-Wohnung bin ich bei rund 260 Euro pro Quadratmeter. Da kommt man heute nicht mehr weit.“ Für professionelle Bestandshalter sei das vereinfachte Verfahren daher nur begrenzt relevant, weil größere Sanierungsmaßnahmen ohnehin differenziert nach Instandhaltung und Modernisierung abgerechnet würden.

Insgesamt fiel die Bewertung der Experten gemischt aus. Die geplanten Regelungen könnten zwar einzelne Umgehungstatbestände begrenzen und mehr Transparenz schaffen. Gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass zusätzliche Regulierung die Investitionsbereitschaft in angespannten Wohnungsmärkten weiter schwächt. Damit könnte das Reformpaket aus Sicht der Teilnehmer gerade dort kontraproduktiv wirken, wo zusätzlicher Wohnraum besonders dringend benötigt wird.

 

Bildnachweis: Roger Rachel

Die fünf größten Fehler in der digitalen Mieterkommunikation – und wie sie sich vermeiden lassen

Ausgefeilte Technologie allein ist kein Garant für reibungsloses Miteinander zwischen Mieter und Vermieter. Entscheidend für erfolgreiche Kommunikation ist vielmehr das Zusammenspiel aus Prozessen, Datenqualität, menschlicher Verantwortung und intelligenter Steuerung.

Von Jürgen Hau, Managing Director INDUSTRIA

Die Kommunikation zwischen Mietern und Vermietern hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Das liegt vor allem daran, dass sich die Erwartungshaltung der Mieter enorm gewandelt hat: Heutzutage sollen Vermieter genauso schnell und zuverlässig erreichbar sein wie etwa der Onlinehandel, der rund um die Uhr auf Mails oder telefonische Anfragen reagiert.

Digitale Mieterkommunikation ist deshalb längst kein Zusatzangebot mehr, sondern Teil des operativen Betriebsmodells. Das heißt allerdings nicht, dass die Einführung digitaler Lösungen ein Selbstläufer ist. Vielmehr werden immer noch viele vermeidbare Fehler begangen, die zu Frust auf Mieterseite, Überlastung in den eigenen Teams und zu hohen Kosten durch ineffiziente Prozesse führen.

Als Property Manager von rund 24.000 Wohneinheiten hat die INDUSTRIA in den vergangenen Jahren unterschiedliche Modelle digitaler Kommunikation getestet, weiterentwickelt und teilweise auch wieder verworfen. Die wichtigste Erkenntnis dabei: Technologie allein löst kein Kommunikationsproblem. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Prozessen, Datenqualität, menschlicher Verantwortung und intelligenter Steuerung. Aus welchen Irrwegen werden Chancen für eine gelungene Mieterkommunikation?

Fehler 1: Erreichbarkeit wird mit Kommunikation verwechselt

Viele Unternehmen setzen Chatbots oder digitale Ticketsysteme in dem Irrglauben ein, damit automatisch, „gut erreichbar“ zu sein. Doch Erreichbarkeit ist nicht gleich Servicequalität.

Mieter wollen eine schnelle und nachvollziehbare Lösung ihres Problems und nicht in endlosen Weiterleitungen oder digitale Sackgassen landen. In der Praxis zeigt sich häufig: Ein Chatbot wird vorgeschaltet, dahinter fehlt jedoch eine funktionierende Bearbeitungslogik. Das Ergebnis ist keine Entlastung, sondern Frustration. Ein digitales System darf deshalb niemals wie Abschottung wirken. Es muss Orientierung geben und Vertrauen schaffen.

Die entscheidende Frage lautet daher nicht: „Sind wir erreichbar?“ sondern: „Fühlt sich der Mieter ernst genommen und unterstützt?“

Dazu gehört auch, dass digitale Systeme transparent kommunizieren, Rückmeldungen geben und Prozesse nachvollziehbar machen. Moderne KI kann dabei helfen, Vorgänge zu strukturieren und Mitarbeitern die relevanten Informationen sofort bereitzustellen. Die Verantwortung für komplexe Entscheidungen bleibt jedoch beim Menschen.

Fehler 2: Ein Kanal für alles

Viele Wohnungsunternehmen versuchen, sämtliche Anfragen über einen einzigen Kommunikationskanal zu steuern. Das funktioniert in der Praxis aber nicht, weil die Anfragen zu unterschiedlich sind: Eine einfache Vermieterbescheinigung benötigt einen anderen Prozess als etwa ein Wasserschaden oder ein Nachbarschaftskonflikt. Auch Geschwindigkeit, Eskalationsstufen und Zuständigkeiten unterscheiden sich erheblich.

Erfolgreiche digitale Kommunikation benötigt eine intelligente Kanalarchitektur. Standardanfragen sollten automatisiert bearbeitet werden können, während komplexe oder emotionale Themen gezielt an Mitarbeiter übergeben werden. Genau hier liegt die Stärke moderner KI-Systeme: Sie helfen dabei, Anfragen frühzeitig zu kategorisieren und in die richtigen Prozesse zu leiten.

Fehler 3: Digitalisierung wie Abschottung wirken lassen

Digitale Kommunikation wird von Mietern nur akzeptiert, wenn sie als echter Service wahrgenommen wird. Viele Systeme scheitern daran, dass sie zu technisch, zu unpersönlich oder zu starr gestaltet sind.

Besonders kritisch wird es, wenn Mieter das Gefühl bekommen, bewusst „vom Unternehmen ferngehalten“ zu werden. Genau hier entstehen Akzeptanzprobleme.

Das Dilemma der Wohnungswirtschaft: Einerseits müssen Prozesse effizienter werden, andererseits bleibt Wohnen ein hoch emotionales Thema. Konflikte unter Nachbarn, Mängel in der Wohnung oder Notfälle lassen sich nicht vollständig automatisieren.

Deshalb braucht digitale Mieterkommunikation klare Grenzen. Notrufe sollten niemals vollständig automatisiert werden. Wenn ein Mieter einen Wasserschaden meldet, muss unmittelbar ein Mensch reagieren können. Auch sensible oder emotionale Konflikte gehören zwingend in menschliche Hände.

Gleichzeitig muss es immer einen „Ausweg“ aus der Automatisierung geben. Wer mit einem Bot nicht weiterkommt, muss die Möglichkeit haben, zu einem Mitarbeiter durchgestellt zu werden. Genau diese Balance entscheidet darüber, ob digitale Kommunikation als Hilfe oder als Hürde wahrgenommen wird.

Fehler 4: Systeme und Daten unterschätzen

Viele Digitalisierungsprojekte scheitern nicht an der KI – sondern an ihren Grundlagen. Die größte Herausforderung liegt häufig in fragmentierten Systemlandschaften, fehlenden Schnittstellen und unzureichender Datenqualität. Kundenportale, ERP-Systeme, Ticketsysteme und Kommunikationslösungen müssen miteinander verbunden sein, damit digitale Prozesse überhaupt funktionieren können.

Besonders wichtig ist dabei die sogenannte „Single Source of Truth“ – ein konsistenter, verlässlicher Datenbestand. Wenn ein Voicebot beispielsweise nicht auf aktuelle Stammdaten zugreifen kann oder ein Mieter nicht korrekt identifiziert wird, verliert das gesamte System sofort an Qualität.

Ein weiterer Punkt: Viele Bestandsdaten sind historisch gewachsen und nicht ausreichend digitalisiert. Mietverträge liegen teilweise nur unstrukturiert vor, Informationen sind inkonsistent oder nicht vollständig gepflegt. Der Aufwand für sauberes Datenmanagement wird deshalb oft massiv unterschätzt.

Die eigentliche Grundlage erfolgreicher digitaler Kommunikation ist daher nicht der Chatbot selbst, sondern eine belastbare Daten- und Prozessstruktur.

Fehler 5: KI als alleiniger Problemlöser

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis lautet: Weder KI noch Callcenter ersetzen den persönlichen Service vollständig.

Die Zukunft liegt in hybriden Kommunikationsmodellen. KI übernimmt standardisierte Prozesse, strukturiert Informationen und unterstützt Mitarbeiter bei der Bearbeitung. Der Mensch bleibt jedoch zentraler Ansprechpartner für komplexe Situationen.

Gerade darin liegt die große Chance der Wohnungswirtschaft: Moderne Systeme können Mitarbeitern bereits vor Gesprächsbeginn relevante Informationen anzeigen: offene Vorgänge, bekannte Schäden oder frühere Kontakte. Dadurch entstehen schnellere und qualitativ bessere Gespräche.

Gleichzeitig schafft Automatisierung Freiräume. Mitarbeiter verbringen weniger Zeit mit Routinetätigkeiten und können sich stärker auf anspruchsvolle Fälle konzentrieren. Genau dadurch verbessert sich am Ende auch die Servicequalität.

Fazit: Digitale Kommunikation ist ein Betriebsmodell

Die Wohnungswirtschaft steht bei der digitalen Mieterkommunikation noch vergleichsweise am Anfang. Gleichzeitig steigt der Druck, effizientere und skalierbare Lösungen zu etablieren. Der Fachkräftemangel, steigende Serviceerwartungen und wachsende Kommunikationsvolumina lassen sich langfristig nicht mehr ausschließlich mit klassischen Modellen bewältigen.

Die gute Nachricht lautet: Die technologischen Möglichkeiten sind inzwischen vorhanden. KI-gestützte Kommunikationslösungen funktionieren technisch sehr gut. Entscheidend ist jedoch, wie sie eingebettet werden.

Wer digitale Kommunikation strategisch denkt, Prozesse intelligent strukturiert und den Menschen bewusst integriert, schafft echten Mehrwert – für Eigentümer, Property Manager und Mieter gleichermaßen.

INDUSTRIA als Property Manager von 90 Mietwohnungen im Frankfurter Turm One Forty West mandatiert

Die INDUSTRIA, Immobilienmanager aus Frankfurt am Main und Teil der Becken-Gruppe, wurde von Commerz Real mit dem Property Management von 90 Mietwohnungen mit zusammen 8.541 Quadratmetern Mietfläche im Hotel- und Wohnturm One Forty West in Frankfurt beauftragt. Das Mandat umfasst das kaufmännische und das technische Property Management.

Das 140 Meter hohe One Forty West wurde zwischen 2017 und 2021 auf dem Gelände des ehemaligen AfE-Turms auf dem Grundstück Senckenberganlage 13-17 im Stadtteil Westend errichtet und gehört zum Portfolio des offenen Immobilienfonds hausInvest der Commerz Real. In den unteren 23 Etagen ist ein Hotel untergebracht, darüber befinden sich sowohl vermietete Wohnungen als auch Eigentumswohnungen.

Sebastian Rügamer, Head of Asset & Property Management der INDUSTRIA, sagt:

„Für uns ist dieses Mandat von besonderer Bedeutung: Mit den Mietwohnungen im One Forty West übernehmen wir die Betreuung eines Premium-Wohnprodukts in einer Landmark-Immobilie – und das in unserem Heimatmarkt Frankfurt. Umso mehr freuen wir uns über das Vertrauen der Commerz Real und auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit.“

Jürgen Hau, Geschäftsführer der INDUSTRIA, ergänzt:

„Wir verantworten nicht nur das Property Management unserer eigenen Immobilienbestände und von Objekten der eigenen Immobilienfonds, sondern gewinnen seit 2023 auch externe Mandanten. Wir haben unseren Geschäftsbereich Property Management damit deutlich ausgebaut – und auch diversifiziert: Wir haben verstärkt Gewerbeobjekte angebunden sowie Immobilien aus Sondersituationen mit besonderen Herausforderungen. Nun freuen wir uns, mit dem One Forty West auch Wohnimmobilien aus dem Premiumsegment zu betreuen.“

Fotocredit: Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

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Asset- und Property-Management konkret: Erste Monate nach Übergabe entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg von Neubauten

In den vergangenen Jahren wurden verstärkt Gewerbe- und Wohnimmobilien fertiggestellt und in den Bestand überführt – ein Resultat davon, dass in der Zeit des Immobilienbooms viele Projektentwicklungen angekauft wurden. Neubauimmobilien versprechen Technik und Design auf der Höhe der Zeit, keine Abnutzung und attraktive Mieten. Doch die Realität sieht oft anders aus: Während Mieter bereits einziehen und Erträge fließen sollen, laufen Mängelbeseitigung, Gewährleistungsdurchsetzung und technische Nachjustierungen parallel. Es drohen Performanceverluste, Reputationsschäden und unzufriedene Mieter. Die Praxis zeigt, dass die ersten Monate nach der Übergabe entscheidend sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Neubaus.

Auf Einladung von RUECKERCONSULT tauschten sich Berkan Gülen, Head of Asset Management bei Savills Investment Management, Markus Grabau, Leitung Technisches Property Management bei B&L Property Management, Jürgen Hau, Geschäftsführer der INDUSTRIA Immobilien, sowie Sascha Nöske, CEO von STRATEGIS, über typische Problemfelder, operative Herausforderungen und Lösungsansätze aus.

Nicht mehr Baumängel, aber höherer Zeitdruck bei steigender Komplexität

Entgegen der verbreiteten Wahrnehmung sehen die Diskussionsteilnehmer bei ihrer Arbeit keinen generellen Anstieg von Baumängeln. Vielmehr habe sich die Art der Herausforderungen verändert. „Durch die zunehmende Komplexität und Vernetzung der technischen Systeme dauert es heute deutlich länger, bis Gebäude stabil laufen“, erklärte Berkan Gülen. Gerade die technische Gebäudeausrüstung, aber auch fehlende Dokumentationen oder unvollständige Unterlagen erschwerten häufig die Inbetriebnahme.

Markus Grabau sieht vor allem den Zeitdruck als Problem: „Um schneller Mieteinnahmen generieren zu können, ist der Zeitraum, der für die Mängelbeseitigung zur Verfügung steht, deutlich kürzer geworden. Dadurch gehen Objekte häufiger mit offenen Punkten in den Betrieb als früher.“

Für die Wohnungsmieter führt Sascha Nöske aus: „Die ersten Mängelmeldungen gehen in den ersten Wochen nach Erstbezug ein. Dann müssen wir einordnen, ob es sich um einen Gewährleistungsmangel, ein Abnahmemangel oder einen Versicherungsfall handelt. Wir müssen das vorsortieren, sonst laufen wir Gefahr, dass wir den Bauherren oder das Architekturbüro überbeanspruchen.“

Jürgen Hau, Managing Director bei INDUSTRIA ergänzt:

„Um das Mängelmanagement zu beschleunigen und die Mieterzufriedenheit zu erhöhen, haben wir in einem Pilotprojekt mit einem bundesweit tätigen Partner einen Rahmenvertrag geschlossen, um kleinere bautechnische Mängel sofort zu beheben und später mit dem Generalunternehmen abzuwickeln.“

Inbetriebnahme als eigenständige Projektphase

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion: Die Inbetriebnahme sollte als eigenständige, komplexe Projektphase verstanden werden. „Wir unterscheiden zwischen technischer, kaufmännischer und organisatorischer Inbetriebnahme“, sagt Berkan Gülen. „Häufige Fehlerquellen auf technischer Seite sind, dass Zähler fehlen oder Anlagen mangelhaft geprüft sind. In kaufmännischer Hinsicht ist die Übergabe von Verträgen und Bürgschaften ein Knackpunkt. Oftmals ist kein Gewährleistungsmanagement beauftragt und wir müssen sicherstellen, dass Versicherungen möglichst zu Betriebsbeginn laufen. Im Hinblick auf die organisatorische Inbetriebnahme ist es wichtig, Zuständigkeiten und Schnittstellen zu klären, Kommunikationswege mit den Mietern zu definieren. Mit Vorabnahmen und regelmäßigen Begehungen in der Bauphase können viele Probleme vermieden werden.“

Markus Grabau betont: „Mit der Übergabe an das Property-Management übernehmen wir auch die Betreiberverantwortung. Sollten sicherheitsrelevante Mängel auftreten, führt das oft zur Verweigerung der Abnahme. Und wenn vertraglich fixierte Einzugstermine nicht gehalten werden können, entstehen gerade bei Gewerbemietern hohe Kosten. Weniger problematisch sind dagegen optische Mängel, die man im laufenden Betrieb nacharbeiten kann.“

Frühe Einbindung von Property- und Facility-Managern als Erfolgsfaktor

Ein wesentliches strukturelles Defizit liegt laut Panelisten in fehlenden standardisierten Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure. Zwar funktioniere die Zusammenarbeit in der Praxis meist, dennoch kann es zu Reibungsverlusten kommen. Klare Zuständigkeiten und definierte Prozesse könnten Effizienz und Qualität deutlich steigern.

Ein wiederkehrendes Thema im Panel war die zu späte Einbindung von Property- und Facility-Managern. Diese führe häufig zu vermeidbaren Problemen im Betrieb. Eine frühe Integration dagegen ermögliche eine realistische Budgetplanung, belastbare Betriebskostenkalkulationen und eine bessere Abstimmung technischer Anforderungen.

„Der ideale Zeitpunkt, einen Property-Manager anzubinden, ist bereits zum Spatenstich“, sagte Sascha Nöske. „Gute Vorbereitung ist alles, auch wenn es um die Berechnung der Betriebskosten geht. Die Nebenkostenkalkulation muss nicht nur im ersten Monat plausibel sein, sondern auch im zwölften Monat noch aufgehen. Das funktioniert nur, wenn man das Objekt schon gut kennt.“

Berkan Gülen bestätigt aus der Perspektive des Asset-Managers: „Wir binden die Property-Manager rechtzeitig ein, auch damit wir realistische Objektbudgets bekommen. Die verbrauchsabhängigen Kosten müssen ab Tag eins schon gemessen werden können. Abweichungen von der Kalkulation müssen wir früh identifizieren, um dagegen steuern zu können.“

Markus Grabau merkt an: „In der Praxis werden wir als Property-Manager manchmal erst wenige Monate vor Fertigstellung eingebunden – das ist deutlich zu spät. Auch der Facility-Manager könnte viele Probleme im technischen Bereich abpuffern, wenn er früher eingebunden wäre, möglichst schon etwa drei Monate vor Fertigstellung.“ „Wichtig ist darauf zu achten, rechtzeitig die nötigen Daten und Dokumente vorliegen zu haben. Das gilt vor allem für Wartungsverträge, die umlagefähig sind.“ Jürgen Hau, Managing Director, INDUSTRIA

Mieter im Mittelpunkt der ersten Betriebsphase

Die ersten Monate nach Fertigstellung sind besonders sensibel – auch aus Mietersicht. Mängel, technische Probleme oder organisatorische Defizite wirken sich direkt auf Zufriedenheit und Cashflows aus.

Jürgen Hau betont:

„Der Mieter erwartet eine funktionierende Immobilie, unabhängig davon, ob es sich um einen Gewährleistungsfall handelt oder nicht.“

Verzögerungen könnten schnell zu Mietminderungen und Reputationsschäden führen. „Auch Bauzeitenverzögerungen bedeuten eine besondere Herausforderung. Sie können verhindern, übergreifende Abnahmen durchzuführen, bestenfalls Teilabnahmen. Die Folge: Der festgelegte Einzugstermin kann nicht gehalten werden – mit allen Folgen, die dazugehören: Ersatzunterbringung, die man dann kurzfristig organisieren muss, Umzugsgut, das eingelagert werden muss.“

Gerade bei großen Wohnprojekten mit vielen gleichzeitigen Einzügen sei zudem ein strukturiertes Onboarding entscheidend. „Hundert oder zweihundert Wohnungen gleichzeitig zu übergeben, ist ein logistisches Großprojekt“, erklärte Sascha Nöske. „Ohne klare Prozesse entsteht schnell Chaos. Gerade Zufahrtswege sind ein Flaschenhals. Daher arbeiten wir mit festen Einzugsterminen inklusive Zeitslots. Auch die Gebäudetechnik müssen wir einerseits den Mietern erklären, andererseits dafür Sorge tragen, dass sie auch einsatzbereit ist und die Verbrauchsdaten ablesbar sind.“

Die Diskussion machte deutlich: Frühzeitige Einbindung der relevanten Dienstleister, strukturierte Prozesse und klare Verantwortlichkeiten sind zentrale Hebel, um Reibungsverluste zu minimieren und die geplanten Zielwerte bei Mieteinnahmen, Betriebskosten und Energieverbräuchen zu erreichen.

Handwerker

Ein Jahr Kooperation mit B&O Service: INDUSTRIA zieht positive Bilanz

INDUSTRIA hat vor über einem Jahr die Zusammenarbeit mit B&O Service neu aufgesetzt – nicht als klassisches Outsourcing, sondern als prozessorientiertes Modell, das Instandhaltung und Service in größeren Beständen so organisiert, dass Abläufe skalierbarer, Kosten kalkulierbarer werden und Mieter den Unterschied spüren. Die erste Bilanz fällt eindeutig aus: Die Kooperation hat sich bewährt – operativ, kaufmännisch und in der Außenwirkung.

In der Wohnungswirtschaft treffen steigende Instandhaltungsbedarfe auf knappe Kapazitäten im Handwerk, Mieter erwarten schnelle Hilfe – Eigentümer Planbarkeit in einem Kostenumfeld, das kaum Spielraum für ungeplante Kosten lässt. Wer größere Bestände steuert, kennt das Dilemma: Der operative Alltag wird immer kleinteiliger, während die Anforderungen an Tempo, Qualität und Reporting wachsen.

Vom Einzelfall zum System – warum Struktur entscheidet

Im Property Management entsteht aus vielen kleinen Vorgängen schnell ein struktureller Engpass. Jede Schadensmeldung muss aufgenommen, bewertet, intern abgestimmt, beauftragt, nachgehalten und abgerechnet werden. Was im Einzelfall überschaubar wirkt, wird im Bestand zur Systemfrage: Wie viele Schleifen braucht ein tropfender Wasserhahn? Wie viele Rückfragen sind normal? Und wie viele Rechnungen muss ein Backoffice verkraften, bevor es zum Nadelöhr wird?

Hier setzt die Partnerschaft mit B&O Service an. Ziel war es, einen Teil der Instandhaltung aus dem Modus „Sonderfallverwaltung“ herauszuholen und in einen stabilen Systembetrieb zu überführen: klare Regeln, standardisierte Preise, definierte Verantwortlichkeiten – und eine Organisation, die Masse verarbeiten kann, ohne an Qualität zu verlieren. Denn am Ende entscheidet nicht die Einzelmaßnahme über Zufriedenheit und Effizienz, sondern die Summe aus Reaktionsgeschwindigkeit, Verlässlichkeit und sauberer kaufmännischer Abwicklung.
B&O Service bringt dafür ein Setup mit, das in der Wohnungswirtschaft einen spürbaren Unterschied macht: Das Unternehmen ist an über 30 Standorten vertreten und arbeitet mit einem Team von 1.000 eigenen Service-Handwerkenden und 1.000 Partnerbetrieben. Für INDUSTRIA heißt das: ein Partner, der standardisierte Abläufe nicht nur definieren, sondern auch flächendeckend liefern kann – selbst dann, wenn die Fallzahlen steigen oder regionale Engpässe im Handwerk zunehmen.

Wie EPA und PIA die Reibung verringern

Kern der Zusammenarbeit ist ein pauschalisiertes Instandhaltungsabkommen (PIA). Ergänzt wird es dort, wo Einzelfälle weiterhin sinnvoll sind, durch festgelegte Preise in der Einzelbeauftragung (EPA). Entscheidend ist dabei weniger das Schlagwort, sondern die Logik dahinter: Preise stehen im Katalog, Prozesse sind standardisiert, Zuständigkeiten sind geklärt. Das reduziert Reibung – und es verlagert Energie von Administration hin zu Steuerung.
Die Effekte werden dort sichtbar, wo es sonst schnell unübersichtlich wird: in den vielen tausend Vorgängen, die Tag für Tag durch die Organisation laufen.

Weniger Abstimmungsschleifen.

Wenn Preise und Abläufe im EPA-Katalog feststehen, muss niemand mehr Angebote einholen, vergleichen und nachverhandeln. Standardfälle werden entlang klarer Regeln abgewickelt, ohne dass sie jedes Mal durch dieselben internen Freigabeschleifen laufen – ein Hebel, der Kapazität freisetzt.

Weniger operative Transaktionen.

INDUSTRIA vergibt rund 8.000 Aufträge pro Jahr weniger selbst an einzelne Handwerker. Das reduziert Aufwand bei der Vergabe, im Nachhalten – und in der Kommunikation rund um Terminfindung, Rückfragen und Status-Updates.

Weniger interne Bearbeitung von Schadenmeldungen

Etwa 10.000 Schadenmeldungen pro Jahr werden nicht mehr intern aufgenommen und bearbeitet. Und mit ihnen verschwindet ein erheblicher Teil der Folgekommunikation: Nachfragen, Beschwerden, Rückrufe, Eskalationen.

Weniger Rechnungsmasse

Zwischen 8.000 und 10.000 Rechnungen pro Jahr müssen nicht mehr im eigenen Backoffice geprüft, gebucht und nachverfolgt werden. Genau hier liegt ein oft unterschätzter Effekt: Wer Prozesse effizienter macht, spart nicht nur Minuten, sondern stabilisiert die gesamte kaufmännische Kette – mit weniger Rückfragen, weniger Fehleranfälligkeit und einem deutlich glatteren Durchlauf.

Die Entlastung ist nicht nur gefühlt, sondern messbar. Durch die eleganteren Prozesse entlang der gesamten Kette – von der Schadensannahme über die Beauftragung bis zur Abrechnung – ergibt sich ein Einsparpotenzial von rund 700.000 Euro pro Jahr. Ein greifbarer Baustein sind die reduzierten Rechnungsprozesse: Allein rund 10.000 weniger Rechnungen entsprechen einer Einsparung von etwa 275.000 Euro jährlich.
Wichtig ist dabei der Punkt, der in der öffentlichen Debatte über Effizienz oft zu kurz kommt: Die Einsparung entsteht nicht durch „weniger Leistung“, sondern durch bessere Organisation von Leistung. Es wird nicht an der Substanz gespart, sondern an unnötiger Komplexität – an Transaktionskosten, an Abstimmungsaufwand, an wiederkehrenden Schleifen, die im Bestand nichts gewinnen lassen.

Mieter merken den Unterschied: Erreichbarkeit, Tempo, Verbindlichkeit

Operative Effizienz ist kein Selbstzweck. Sie muss bei den Menschen ankommen, die im Bestand leben. Und genau hier zeigt sich ein weiterer wichtiger Nutzen: Die Mieterzufriedenheit steigt, weil Service verlässlich funktioniert.
Ein Baustein ist die klare Erreichbarkeit. Seit dem Start gibt es eine neue Servicenummer für kaufmännische Anfragen (INDUSTRIA) und eine eigene Schadensnummer (B&O Service). Der Notruf ist 24/7 durch B&O Service betreut. Das schafft Sicherheit – gerade in Situationen, die nicht bis zum nächsten Werktag warten können.

Ein zweiter Baustein ist der Terminkanal. Mieter sollen nicht mehr mehrfach anrufen müssen, um einen Schritt weiterzukommen. Stattdessen gilt: Ein Anruf – und der Handwerkertermin steht. In vielen Fällen wird der Auftrag direkt in den Kalender des Monteurs eingetragen und per SMS bestätigt. Zweitanrufe werden zur Ausnahme, weil der Prozess nicht „in der Warteschleife“ hängen bleibt, sondern verbindlich weiterläuft. Das verändert die Wahrnehmung von Service grundlegend: weg vom „Wir melden uns“, hin zu „Der Termin ist fix“.
Wo Prozesse effizienter werden, sinkt der Aufwand für Mieterkommunikation und interne Koordination. Für INDUSTRIA bedeutet das: Property Manager werden entscheidend entlastet und können sich stärker auf kaufmännische Themen, Objektsteuerung und Kundenbetreuung konzentrieren – also auf die Aufgaben, die Wert schaffen und Qualität im Bestand sichern.

Das hat auch eine kulturelle Dimension. Wenn der Alltag weniger von Eskalationen und Rückfragen getrieben wird, steigt die Planbarkeit der Arbeit. Und wenn Property Manager wieder mehr Zeit für Steuerung statt für Nacharbeit haben, gewinnt die Rolle an Attraktivität. Effizienz ist dann nicht nur eine Zahl, sondern ein Standortfaktor im Wettbewerb um gute Leute.

Partnerschaft als Prozess-Upgrade – und als strategisches Signal

Die Zusammenarbeit zwischen INDUSTRIA und B&O Service zeigt, wie strategische Partnerschaften in der Wohnungswirtschaft wirken können, wenn sie konsequent prozessorientiert aufgebaut werden: mit klaren Regeln, standardisierten Preisen, delegierten Verantwortlichkeiten und einem kaufmännischen Setup, das Masse verarbeiten kann, ohne Qualität zu verlieren.

Jürgen Hau, Geschäftsführer der INDUSTRIA, formuliert es so:

„Für INDUSTRIA bestätigt sich eine zentrale Annahme: Effizienz entsteht nicht durch zusätzliche interne Kapazitäten, sondern durch ein Modell, das Komplexität reduziert und Abläufe stabilisiert. Wir steuern die Thematik nun übergreifend und qualititätsorientiert und sind nicht mehr an die Einzelbearbeitung von Schadenmeldungen gebunden.”

Sebastian Rügamer, Head of Asset & Property Management, ergänzt:

„Die Partnerschaft mit B&O Service nimmt unserem Team operative und kommunikative Last ab und macht den Instandhaltungsprozess insgesamt einfacher. Wo früher viele Telefonate, E-Mails und einzelne Handwerkerbeauftragungen nötig waren, laufen heute standardisierte Abläufe. Dadurch gewinnen wir mehr Zeit für kaufmännische Aufgaben und die Steuerung der Dienstleister.“

Die nächste Entwicklungsstufe liegt auf der Hand: die Freiräume im Asset und Property Management konsequent für Qualität, Objektsteuerung und Kundendialog zu nutzen – und das Modell dort weiter zu schärfen, wo zusätzliche Standardisierung möglich ist. Die Bilanz nach einem Jahr fällt eindeutig aus: Die Zusammenarbeit zeigt Wirkung und macht genau dort den Unterschied, wo es in der Praxis zählt.

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Aktuelle Trends bei Wohninvestments

Für das Gros der institutionellen Anleger sind Investitionen im Wohnsegment integraler Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios. Die Assetklasse hat sich während der letzten drei schwierigen Jahre als sehr stabil bewährt. Um ihr Portfolio erfolgreich in die Zukunft zu führen, sollten Investoren auf Energie- und Kosteneffizienz setzen – und die Chancen nutzen, die das geförderte Wohnen bietet. 

Die von Nachfrageüberhängen dominierte Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich weiter verschärft. Für Investoren bleiben Wohnimmobilien damit grundsätzlich eine interessante Assetklasse, da hier auf absehbare Zeit mit stabilen Miet- und Wertentwicklungen gerechnet werden darf. Angebotsüberhänge sind allenfalls im ländlichen Raum oder in kleineren Städten mit schwacher lokaler Wirtschaftsstruktur zu erwarten, keineswegs aber an den investmentfähigen Teilmärkten des deutschen Wohnungsmarktes, die sich vor allem in den Metropolen und Ballungsräumen konzentrieren. 

Herausforderungen bei der Auswahl geeigneter Investments ergeben sich jedoch aus der wachsenden Bedeutung von CO2-Neutralität und Energieeffizienz sowie den nach wie vor hohen Baukosten. Zudem legen Genehmigungsbehörden und Kommunalpolitik großen Wert auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Haushalte mit mittleren und geringeren Einkommen, die bei der Wohnungssuche im aktuellen Marktumfeld auf besonders große Schwierigkeiten treffen. Diese Herausforderungen sollten institutionelle Investoren bei der Weiterentwicklung ihrer Portfolios bewusst in den Fokus rücken und prüfen, inwieweit sich daraus spezifische Chancen und Ansätze für eine entsprechende Investmentstrategie ableiten lassen. 

Junge Wohnungsbestände: Stabile Cashflows, wenig Sanierungsbedarf 

Die INDUSTRIA hat in den letzten Jahren überwiegend in Neubau investiert, junger Bestand wurde ebenfalls vereinzelt angekauft. Aufgrund der Marktveränderungen wurde entschieden, Investitionen in junge Wohnungsbestände zu intensivieren, die bereits moderne Anforderungen bezüglich der Begrenzung von CO2-Emissionen und der Energieeffizienz erfüllen. Entsprechende Objekte sind in der Regel 2014 oder später errichtet worden, erwirtschaften aber im Unterschied zu noch in der Entwicklung befindlichen Wohnimmobilien bereits kontinuierliche Mieterträge. Neben ihren positiven energetischen Eigenschaften weisen sie in der Regel eine gute Qualität ihrer relativ jungen Bausubstanz und zumeist nur geringen Sanierungsbedarf auf. 

Modulares und serielles Bauen: Effizienzsteigerung im Fokus 

Der Baukostenanstieg stellt eine der größten Herausforderungen für den Wohnungsbau in Deutschland dar. Modulares und serielles Bauen bietet hier innovative Lösungsansätze und hilft beispielsweise auch, Bauzeiten zu verkürzen und Fehlerquellen zu reduzieren. Mit dem wachsenden Interesse von Bauherren und Investoren dürfte sich in den kommenden Jahren auch das Angebotsspektrum in diesem Bereich noch weiter ausdifferenzieren und erweitern. Das Bundesbauministerium hat bereits die Weichen gestellt, Bau- und Planungsprozesse zu beschleunigen, einzelne technische Mindestanforderungen zu senken und damit die Baukosten zu reduzieren. Insgesamt sollen für Bauherren neue Handlungsspielräume erschlossen werden, um schneller und kostengünstiger Wohnraum zu schaffen. 

Geförderter Wohnungsbau: Unterschätzte Investmentchance 

Ein dritter wesentlicher Punkt sind Wohnungsbauprojekte, die unter Inanspruchnahme von staatlicher Förderung realisiert und von institutionellen Investoren häufig unterschätzt werden. Der Staat unterstützt Wohnungsbauprojekte unter bestimmten Voraussetzungen finanziell, vor allem durch zinsvergünstigte Darlehen, Baukosten-, Miet- oder Tilgungszuschüsse. Im Vergleich zu Projekten ohne staatliche Förderung können damit die Kostenstruktur und der Finanzierungsaufwand optimiert werden. Zudem sind die Erträge gut kalkulierbar und lassen sich relativ genau prognostizieren. Dadurch können mittels staatlicher Förderung Wohnungen in einem Immobilienmarktsegment entstehen, das stark nachgefragt ist. Um geförderten Wohnraum aber auch für Investoren interessant zu gestalten, ist die Verfügbarkeit und Kombinierbarkeit von Fördermitteln notwendige Voraussetzung. Eine Aussage, dass Förderungen per se zu „guten“ Investments führen, ist nicht haltbar. Für das Aufzeigen interessanter Investmentoptionen bedarf es des Know-hows eines erfahrenen Wohnimmobilienmanagers. 

Wenn die genannten drei Aspekte – Fokussierung auf junge Bestände, Nutzung von modularen beziehungsweise seriellen Bauweisen und Nutzung staatlicher Fördermöglichkeiten – konsequent berücksichtigt werden, lassen sich auch unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen attraktive Investments am deutschen Wohnimmobilienmarkt realisieren, die insbesondere den Erwartungen langfristig orientierter und konservativ agierender institutioneller Investoren entsprechen. 

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Investmentchance: Seriell und modular gefertigte Wohnimmobilien – Skalierbarkeit und Kostenvorteile sind keine Theorie mehr

Fachbeitrag von Thomas Wirtz (FRICS), Managing Director INDUSTRIA

Seriell und modular errichtete Gebäude werden nicht mehr nur als seelenlose Zweckbauten wahrgenommen. Neue Technologien und Designs ermöglichen es, dass durch die industrielle Vorfertigung Immobilien nicht nur schnell, planungssicher und kostengünstiger entstehen können, sondern sie auch optisch durchaus attraktiv sind. Serielles und modulares Bauen wird zunehmend als ein zentraler Schlüssel gesehen, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum – insbesondere in Ballungsgebieten und Großstädten – wirksam zu begegnen. In der jüngeren Vergangenheit entdecken auch Investoren, Bestandshalter und Asset Manager industriell vorgefertigte Immobilien für sich als Investmentchance.

Kostenvorteile, Zeitersparnis, schnellere Einnahmen

Beim seriellen Bauen werden einzelne Gebäudeteile industriell vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt. Bei der Modulbauweise, einem Teilgebiet des seriellen Bauens, werden ganze Raummodule vorgefertigt. Neben Effizienz- und Kostenvorteilen stehen dabei auch Renditepotenziale und die wachsende Akzeptanz bei Mietern und Kommunen im Fokus der aktuellen Betrachtungen. Zudem sind seriell errichtete Gebäude auch mit allen gängigen Energiekonzepten darstellbar und tragen daher auch positiv zur CO2-Reduzierung bei.

Höhere Renditeerwartung durch serielles Bauen

Wie sich Investoren gegenüber seriellem bzw. modularem Bauen positionieren, zeigte eine Umfrage der INDUSTRIA unter institutionellen Investoren aus dem Frühjahr 2025. Fast die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, in Fonds mit entsprechenden Objekten zu investieren. Nur rund zehn Prozent lehnen das kategorisch ab. Entscheidend für die Akzeptanz sind erwartete Renditen: 56 Prozent der institutionellen Investoren erwarten höhere Renditen als bei konventionellen Bauweisen – ein realistisches Bild angesichts kürzerer Bauzeiten und geringerer Bau- und Finanzierungskosten. Grund hierfür könnte allerdings auch die Einschätzung sein, dass serielle Konzepte noch mit zusätzlichen Risiken behaftet sind. Langfristig jedoch wird sich diese Risikoprämie abbauen.

Reduzierte Unwägbarkeiten, Zeitvorteile und Effizienz

Ein zentraler Vorteil serieller Fertigung liegt in der Planungs- und Kostensicherheit. In der Praxis berichten Entwickler von Baukosteneinsparungen zwischen 10 und 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen. Diese Einsparungen lassen sich unter anderem auf Skaleneffekte zurückführen. Die automatisierte Fertigung in hoher Stückzahl steigert die Effizienz in der Fertigung. Gleichzeitig sinkt durch etablierte Qualitätsstandards und wetterunabhängige Herstellung der Bauteile in der Fabrik die Mängelanfälligkeit.

Die Bauzeit lässt sich durch die Vorfertigung erheblich verkürzen, auch weil diese in vielen Fällen parallel zu den Tiefbauarbeiten erfolgen kann. Die Lieferung erfolgt „just in time“ auf der Baustelle für die Endmontage. Industriell vorgefertigte Gebäude binden deutlich weniger Arbeitskräfte als herkömmliche Baustellen – in Zeiten von Personalmangel, gerade in der Baubranche, gewinnt dieses Argument zunehmend an Gewicht.

Für Investoren und Projektentwickler bedeuten die kürzeren Projektlaufzeiten weniger Risiko und schnellere Einnahmeströme, die durch frühere Vermietung oder Nutzung möglich werden. Die geringe Bauzeit hat noch einen weiteren signifikanten finanziellen Vorteil: Sie senkt die Finanzierungskosten in der Projektentwicklungsphase nennenswert. Auch dieser Effekt trägt positiv zur Gesamtwirtschaftlichkeit eines Wohninvestments bei.

Akzeptanz bei Mietern und Kommunen

Erfahrungen in Wohn- und Gewerbebauten zeigen: Mieter akzeptieren und schätzen seriell errichtete Gebäude, wenn Standardisierung und Wohn- bzw. Aufenthaltsqualität Hand in Hand gehen. Auch Kommunen als Grundstücksgeber und Genehmigungsinstanz reagieren positiv. Die Vorfertigung der Einheiten und die standardisierte Bauweise beschleunigen Genehmigungs- und Entwicklungsprozesse – ein Aspekt, der gerade in Zeiten knapper Verwaltungskapazitäten in Bauämtern zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Fazit

Serielles und modulares Bauen entwickelt sich zu einem strategischen Investmentthema, während der konventionelle Wohnbau die Renditeerwartungen institutioneller Investoren aktuell schwerer erfüllen kann. Auch die Politik steht der industriellen Vorfertigung von Wohngebäuden zunehmend aufgeschlossen gegenüber, weil sie darin eine Chance sieht, schnell und preisgünstig Wohnraum zu schaffen. Wer als Investor, Entwickler oder Asset Manager heute die Chancen nutzt, kann von kürzeren Bauzeiten, niedrigeren Kosten und attraktiven Renditen profitieren.

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FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND übernimmt fertiggestelltes Wohnprojekt „The Plus“ in Wolfsburg in den Bestand

The open-ended real estate fund  FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND  has added the residential project  „The Plus“ in Wolfsburg  to its portfolio. The project was sold by a joint venture between  URBAINITY DEVELOPMENT  and  Meyer Projektentwicklung . Located in the new Steimker Gärten development, the complex comprises approximately 14,000 square meters of residential space and around 3,200 square meters of commercial space in total, comprising two buildings: The smaller building contains 36 residential units and was handed over on September 17, 2024. The larger building houses 152 apartments and ten commercial units on the ground floor and was also handed over in September 2025. In addition, there are 269 underground parking spaces.

The supermarket chain EDEKA has been secured as the anchor tenant for the commercial space, leasing approximately 2,000 square meters for its „nah & gut“ brand. All apartments feature underfloor heating, a fitted kitchen, and a balcony, loggia, or terrace. Initial leasing of the apartments is being handled by the nationwide real estate agency  Müller Merkle Immobilien .

FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND is an open-ended real estate fund administered by the service KVG INTREAL, with asset and property management handled by INDUSTRIA. INDUSTRIA acquired the project in 2021 as asset manager through a forward deal for the fund. The joint venture with URBAINITY and Meyer aimed from the outset to develop a pioneering complex that would set new standards for residential construction in Germany.

Arnaud Ahlborn,  Managing Director of  INDUSTRIA Immobilien GmbH , comments: “The FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND real estate fund has now added another attractive property to its portfolio. Both parts of the project were built to the KfW-40-Plus new construction standard. In addition to their high energy efficiency, they feature photovoltaic systems on the roofs and in the grounds, as well as battery storage for on-site power generation, thus offering a future-oriented energy concept. Green facades in a landscaped courtyard ensure a high quality of life and promote biodiversity.”

Jens Grathwol,  Head of Fund Management of  INDUSTRIA Immobilien GmbH , adds: “We are pleased that by acquiring the new construction project we have been able to further expand the high portfolio quality of the open-ended real estate fund FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND.”

“We are very proud to have successfully realized one of the largest KfW-40 Plus efficiency houses in Germany in an economically challenging environment and thus to be able to make an important contribution to particularly energy-efficient living,” says  Tobias Müller , Managing Director of  Meyer Projektentwicklung .

The centrally located property „The Plus“ is just a ten-minute drive from the VW plant and is part of the Steimker Gärten neighborhood development. Since 2017, Volkswagen Immobilien has been developing one of Germany’s largest private residential construction projects on 22 hectares of land. The development will comprise approximately 1,800 rental and owner-occupied apartments, built in partnership with select investors. The neighborhood features forward-looking mobility concepts, including car and bike sharing, electric vehicle charging stations, and a local bus service.

Henrik Diemann , Managing Director of  URBAINITY DEVELOPMENT , says: „How do the engineers, mechatronics engineers, and programmers who are developing our future mobility live? This guiding question led us to develop ‚The Plus‘. The result: attractive, comfortable, and energy-efficient apartments in the growing city – for both digital nomads and young families.“

Wolfsburg’s Mayor  Dennis Weilmann  says: „‚The Plus‘ is a true showcase project for modern construction and, moreover, for the ideal combination of residential and commercial space. With ‚The Plus‘, Wolfsburg gains a fantastic housing option in an excellent location, which is also an important urban planning element of the Steimker Gardens.“

Opening ceremony in Wolfsburg:  from left to right Andreas Wolke (Köster), Henrik Diemann (URBAINITY), Elmar Limley (INDUSTRIA), Dennis Weilmann (Mayor of Wolfsburg), Tobias Müller (Meyer Projektentwicklung), Sebastian Geese (Köster)

Image source:  MEDIENMENSCH Creative work, INDUSTRIA

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This is a marketing advertisement prepared by INDUSTRIA, the fund’s asset manager. It is not intended as investment advice or brokerage. The sole legally binding basis for the purchase of units is the sales prospectus and the key information document in their respective current versions, as well as the most recently published annual or semi-annual report of FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND (hereinafter referred to as the „Fund“). Please read these documents before making a final investment decision. They are available exclusively in German in electronic format at  https://www.fokus-wohnen-deutschland.de/service/download/  . A summary of investor rights is available in German in electronic format at  https://www.intreal.com/wp-content/uploads/2021/07/Zusammenfassung-der-Anlegerrechte.pdf  . We will gladly send you the aforementioned documents in paper form free of charge upon request. You can also obtain these from INDUSTRIA Immobilien GmbH, Schreyerstraße 4-6, 60596 Frankfurt am Main, Germany. You can request further information from M., or from IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH (“INTREAL”), Ferdinandstraße 61, 20095 Hamburg, Germany. This is an actively managed fund that is not managed with reference to a benchmark index. By purchasing units, you acquire units in the fund and not the assets held by the fund (e.g., real estate), which are acquired by INTREAL on behalf of the fund. The fund’s investment focus is on residential real estate, primarily located in Germany. The fund invests mainly in real estate and therefore in illiquid assets. It can sometimes be difficult to sell these assets, so the redemption of fund units may occasionally be suspended or delayed. Redemption of fund units is only possible after a minimum holding period of 24 months and a 12-month redemption period. The value of the investment and the amount of income can fall as well as rise, and there is no guarantee that the investment objectives will be achieved. Comprehensive information on the risks associated with investing in the fund can be found in the sales prospectus. The key risks are also outlined in the Key Information Document. The fund may invest more than 35% of its value in securities and money market instruments issued by the Federal Republic of Germany and its constituent states. The future performance of the fund also depends on the investor’s individual tax situation and may change in the future. INTREAL may decide to discontinue the distribution of the fund. Please note that this document does not constitute or replace legal or tax advice.

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