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Asset- und Property-Management konkret: Erste Monate nach Übergabe entscheidend für wirtschaftlichen Erfolg von Neubauten

In den vergangenen Jahren wurden verstärkt Gewerbe- und Wohnimmobilien fertiggestellt und in den Bestand überführt – ein Resultat davon, dass in der Zeit des Immobilienbooms viele Projektentwicklungen angekauft wurden. Neubauimmobilien versprechen Technik und Design auf der Höhe der Zeit, keine Abnutzung und attraktive Mieten. Doch die Realität sieht oft anders aus: Während Mieter bereits einziehen und Erträge fließen sollen, laufen Mängelbeseitigung, Gewährleistungsdurchsetzung und technische Nachjustierungen parallel. Es drohen Performanceverluste, Reputationsschäden und unzufriedene Mieter. Die Praxis zeigt, dass die ersten Monate nach der Übergabe entscheidend sind für den wirtschaftlichen Erfolg eines Neubaus.

Auf Einladung von RUECKERCONSULT tauschten sich Berkan Gülen, Head of Asset Management bei Savills Investment Management, Markus Grabau, Leitung Technisches Property Management bei B&L Property Management, Jürgen Hau, Geschäftsführer der INDUSTRIA Immobilien, sowie Sascha Nöske, CEO von STRATEGIS, über typische Problemfelder, operative Herausforderungen und Lösungsansätze aus.

Nicht mehr Baumängel, aber höherer Zeitdruck bei steigender Komplexität

Entgegen der verbreiteten Wahrnehmung sehen die Diskussionsteilnehmer bei ihrer Arbeit keinen generellen Anstieg von Baumängeln. Vielmehr habe sich die Art der Herausforderungen verändert. „Durch die zunehmende Komplexität und Vernetzung der technischen Systeme dauert es heute deutlich länger, bis Gebäude stabil laufen“, erklärte Berkan Gülen. Gerade die technische Gebäudeausrüstung, aber auch fehlende Dokumentationen oder unvollständige Unterlagen erschwerten häufig die Inbetriebnahme.

Markus Grabau sieht vor allem den Zeitdruck als Problem: „Um schneller Mieteinnahmen generieren zu können, ist der Zeitraum, der für die Mängelbeseitigung zur Verfügung steht, deutlich kürzer geworden. Dadurch gehen Objekte häufiger mit offenen Punkten in den Betrieb als früher.“

Für die Wohnungsmieter führt Sascha Nöske aus: „Die ersten Mängelmeldungen gehen in den ersten Wochen nach Erstbezug ein. Dann müssen wir einordnen, ob es sich um einen Gewährleistungsmangel, ein Abnahmemangel oder einen Versicherungsfall handelt. Wir müssen das vorsortieren, sonst laufen wir Gefahr, dass wir den Bauherren oder das Architekturbüro überbeanspruchen.“

Jürgen Hau, Managing Director bei INDUSTRIA ergänzt:

„Um das Mängelmanagement zu beschleunigen und die Mieterzufriedenheit zu erhöhen, haben wir in einem Pilotprojekt mit einem bundesweit tätigen Partner einen Rahmenvertrag geschlossen, um kleinere bautechnische Mängel sofort zu beheben und später mit dem Generalunternehmen abzuwickeln.“

Inbetriebnahme als eigenständige Projektphase

Ein zentrales Ergebnis der Diskussion: Die Inbetriebnahme sollte als eigenständige, komplexe Projektphase verstanden werden. „Wir unterscheiden zwischen technischer, kaufmännischer und organisatorischer Inbetriebnahme“, sagt Berkan Gülen. „Häufige Fehlerquellen auf technischer Seite sind, dass Zähler fehlen oder Anlagen mangelhaft geprüft sind. In kaufmännischer Hinsicht ist die Übergabe von Verträgen und Bürgschaften ein Knackpunkt. Oftmals ist kein Gewährleistungsmanagement beauftragt und wir müssen sicherstellen, dass Versicherungen möglichst zu Betriebsbeginn laufen. Im Hinblick auf die organisatorische Inbetriebnahme ist es wichtig, Zuständigkeiten und Schnittstellen zu klären, Kommunikationswege mit den Mietern zu definieren. Mit Vorabnahmen und regelmäßigen Begehungen in der Bauphase können viele Probleme vermieden werden.“

Markus Grabau betont: „Mit der Übergabe an das Property-Management übernehmen wir auch die Betreiberverantwortung. Sollten sicherheitsrelevante Mängel auftreten, führt das oft zur Verweigerung der Abnahme. Und wenn vertraglich fixierte Einzugstermine nicht gehalten werden können, entstehen gerade bei Gewerbemietern hohe Kosten. Weniger problematisch sind dagegen optische Mängel, die man im laufenden Betrieb nacharbeiten kann.“

Frühe Einbindung von Property- und Facility-Managern als Erfolgsfaktor

Ein wesentliches strukturelles Defizit liegt laut Panelisten in fehlenden standardisierten Verantwortlichkeiten der beteiligten Akteure. Zwar funktioniere die Zusammenarbeit in der Praxis meist, dennoch kann es zu Reibungsverlusten kommen. Klare Zuständigkeiten und definierte Prozesse könnten Effizienz und Qualität deutlich steigern.

Ein wiederkehrendes Thema im Panel war die zu späte Einbindung von Property- und Facility-Managern. Diese führe häufig zu vermeidbaren Problemen im Betrieb. Eine frühe Integration dagegen ermögliche eine realistische Budgetplanung, belastbare Betriebskostenkalkulationen und eine bessere Abstimmung technischer Anforderungen.

„Der ideale Zeitpunkt, einen Property-Manager anzubinden, ist bereits zum Spatenstich“, sagte Sascha Nöske. „Gute Vorbereitung ist alles, auch wenn es um die Berechnung der Betriebskosten geht. Die Nebenkostenkalkulation muss nicht nur im ersten Monat plausibel sein, sondern auch im zwölften Monat noch aufgehen. Das funktioniert nur, wenn man das Objekt schon gut kennt.“

Berkan Gülen bestätigt aus der Perspektive des Asset-Managers: „Wir binden die Property-Manager rechtzeitig ein, auch damit wir realistische Objektbudgets bekommen. Die verbrauchsabhängigen Kosten müssen ab Tag eins schon gemessen werden können. Abweichungen von der Kalkulation müssen wir früh identifizieren, um dagegen steuern zu können.“

Markus Grabau merkt an: „In der Praxis werden wir als Property-Manager manchmal erst wenige Monate vor Fertigstellung eingebunden – das ist deutlich zu spät. Auch der Facility-Manager könnte viele Probleme im technischen Bereich abpuffern, wenn er früher eingebunden wäre, möglichst schon etwa drei Monate vor Fertigstellung.“ „Wichtig ist darauf zu achten, rechtzeitig die nötigen Daten und Dokumente vorliegen zu haben. Das gilt vor allem für Wartungsverträge, die umlagefähig sind.“ Jürgen Hau, Managing Director, INDUSTRIA

Mieter im Mittelpunkt der ersten Betriebsphase

Die ersten Monate nach Fertigstellung sind besonders sensibel – auch aus Mietersicht. Mängel, technische Probleme oder organisatorische Defizite wirken sich direkt auf Zufriedenheit und Cashflows aus.

Jürgen Hau betont:

„Der Mieter erwartet eine funktionierende Immobilie, unabhängig davon, ob es sich um einen Gewährleistungsfall handelt oder nicht.“

Verzögerungen könnten schnell zu Mietminderungen und Reputationsschäden führen. „Auch Bauzeitenverzögerungen bedeuten eine besondere Herausforderung. Sie können verhindern, übergreifende Abnahmen durchzuführen, bestenfalls Teilabnahmen. Die Folge: Der festgelegte Einzugstermin kann nicht gehalten werden – mit allen Folgen, die dazugehören: Ersatzunterbringung, die man dann kurzfristig organisieren muss, Umzugsgut, das eingelagert werden muss.“

Gerade bei großen Wohnprojekten mit vielen gleichzeitigen Einzügen sei zudem ein strukturiertes Onboarding entscheidend. „Hundert oder zweihundert Wohnungen gleichzeitig zu übergeben, ist ein logistisches Großprojekt“, erklärte Sascha Nöske. „Ohne klare Prozesse entsteht schnell Chaos. Gerade Zufahrtswege sind ein Flaschenhals. Daher arbeiten wir mit festen Einzugsterminen inklusive Zeitslots. Auch die Gebäudetechnik müssen wir einerseits den Mietern erklären, andererseits dafür Sorge tragen, dass sie auch einsatzbereit ist und die Verbrauchsdaten ablesbar sind.“

Die Diskussion machte deutlich: Frühzeitige Einbindung der relevanten Dienstleister, strukturierte Prozesse und klare Verantwortlichkeiten sind zentrale Hebel, um Reibungsverluste zu minimieren und die geplanten Zielwerte bei Mieteinnahmen, Betriebskosten und Energieverbräuchen zu erreichen.

Handwerker

Ein Jahr Kooperation mit B&O Service: INDUSTRIA zieht positive Bilanz

INDUSTRIA hat vor über einem Jahr die Zusammenarbeit mit B&O Service neu aufgesetzt – nicht als klassisches Outsourcing, sondern als prozessorientiertes Modell, das Instandhaltung und Service in größeren Beständen so organisiert, dass Abläufe skalierbarer, Kosten kalkulierbarer werden und Mieter den Unterschied spüren. Die erste Bilanz fällt eindeutig aus: Die Kooperation hat sich bewährt – operativ, kaufmännisch und in der Außenwirkung.

In der Wohnungswirtschaft treffen steigende Instandhaltungsbedarfe auf knappe Kapazitäten im Handwerk, Mieter erwarten schnelle Hilfe – Eigentümer Planbarkeit in einem Kostenumfeld, das kaum Spielraum für ungeplante Kosten lässt. Wer größere Bestände steuert, kennt das Dilemma: Der operative Alltag wird immer kleinteiliger, während die Anforderungen an Tempo, Qualität und Reporting wachsen.

Vom Einzelfall zum System – warum Struktur entscheidet

Im Property Management entsteht aus vielen kleinen Vorgängen schnell ein struktureller Engpass. Jede Schadensmeldung muss aufgenommen, bewertet, intern abgestimmt, beauftragt, nachgehalten und abgerechnet werden. Was im Einzelfall überschaubar wirkt, wird im Bestand zur Systemfrage: Wie viele Schleifen braucht ein tropfender Wasserhahn? Wie viele Rückfragen sind normal? Und wie viele Rechnungen muss ein Backoffice verkraften, bevor es zum Nadelöhr wird?

Hier setzt die Partnerschaft mit B&O Service an. Ziel war es, einen Teil der Instandhaltung aus dem Modus „Sonderfallverwaltung“ herauszuholen und in einen stabilen Systembetrieb zu überführen: klare Regeln, standardisierte Preise, definierte Verantwortlichkeiten – und eine Organisation, die Masse verarbeiten kann, ohne an Qualität zu verlieren. Denn am Ende entscheidet nicht die Einzelmaßnahme über Zufriedenheit und Effizienz, sondern die Summe aus Reaktionsgeschwindigkeit, Verlässlichkeit und sauberer kaufmännischer Abwicklung.
B&O Service bringt dafür ein Setup mit, das in der Wohnungswirtschaft einen spürbaren Unterschied macht: Das Unternehmen ist an über 30 Standorten vertreten und arbeitet mit einem Team von 1.000 eigenen Service-Handwerkenden und 1.000 Partnerbetrieben. Für INDUSTRIA heißt das: ein Partner, der standardisierte Abläufe nicht nur definieren, sondern auch flächendeckend liefern kann – selbst dann, wenn die Fallzahlen steigen oder regionale Engpässe im Handwerk zunehmen.

Wie EPA und PIA die Reibung verringern

Kern der Zusammenarbeit ist ein pauschalisiertes Instandhaltungsabkommen (PIA). Ergänzt wird es dort, wo Einzelfälle weiterhin sinnvoll sind, durch festgelegte Preise in der Einzelbeauftragung (EPA). Entscheidend ist dabei weniger das Schlagwort, sondern die Logik dahinter: Preise stehen im Katalog, Prozesse sind standardisiert, Zuständigkeiten sind geklärt. Das reduziert Reibung – und es verlagert Energie von Administration hin zu Steuerung.
Die Effekte werden dort sichtbar, wo es sonst schnell unübersichtlich wird: in den vielen tausend Vorgängen, die Tag für Tag durch die Organisation laufen.

Weniger Abstimmungsschleifen.

Wenn Preise und Abläufe im EPA-Katalog feststehen, muss niemand mehr Angebote einholen, vergleichen und nachverhandeln. Standardfälle werden entlang klarer Regeln abgewickelt, ohne dass sie jedes Mal durch dieselben internen Freigabeschleifen laufen – ein Hebel, der Kapazität freisetzt.

Weniger operative Transaktionen.

INDUSTRIA vergibt rund 8.000 Aufträge pro Jahr weniger selbst an einzelne Handwerker. Das reduziert Aufwand bei der Vergabe, im Nachhalten – und in der Kommunikation rund um Terminfindung, Rückfragen und Status-Updates.

Weniger interne Bearbeitung von Schadenmeldungen

Etwa 10.000 Schadenmeldungen pro Jahr werden nicht mehr intern aufgenommen und bearbeitet. Und mit ihnen verschwindet ein erheblicher Teil der Folgekommunikation: Nachfragen, Beschwerden, Rückrufe, Eskalationen.

Weniger Rechnungsmasse

Zwischen 8.000 und 10.000 Rechnungen pro Jahr müssen nicht mehr im eigenen Backoffice geprüft, gebucht und nachverfolgt werden. Genau hier liegt ein oft unterschätzter Effekt: Wer Prozesse effizienter macht, spart nicht nur Minuten, sondern stabilisiert die gesamte kaufmännische Kette – mit weniger Rückfragen, weniger Fehleranfälligkeit und einem deutlich glatteren Durchlauf.

Die Entlastung ist nicht nur gefühlt, sondern messbar. Durch die eleganteren Prozesse entlang der gesamten Kette – von der Schadensannahme über die Beauftragung bis zur Abrechnung – ergibt sich ein Einsparpotenzial von rund 700.000 Euro pro Jahr. Ein greifbarer Baustein sind die reduzierten Rechnungsprozesse: Allein rund 10.000 weniger Rechnungen entsprechen einer Einsparung von etwa 275.000 Euro jährlich.
Wichtig ist dabei der Punkt, der in der öffentlichen Debatte über Effizienz oft zu kurz kommt: Die Einsparung entsteht nicht durch „weniger Leistung“, sondern durch bessere Organisation von Leistung. Es wird nicht an der Substanz gespart, sondern an unnötiger Komplexität – an Transaktionskosten, an Abstimmungsaufwand, an wiederkehrenden Schleifen, die im Bestand nichts gewinnen lassen.

Mieter merken den Unterschied: Erreichbarkeit, Tempo, Verbindlichkeit

Operative Effizienz ist kein Selbstzweck. Sie muss bei den Menschen ankommen, die im Bestand leben. Und genau hier zeigt sich ein weiterer wichtiger Nutzen: Die Mieterzufriedenheit steigt, weil Service verlässlich funktioniert.
Ein Baustein ist die klare Erreichbarkeit. Seit dem Start gibt es eine neue Servicenummer für kaufmännische Anfragen (INDUSTRIA) und eine eigene Schadensnummer (B&O Service). Der Notruf ist 24/7 durch B&O Service betreut. Das schafft Sicherheit – gerade in Situationen, die nicht bis zum nächsten Werktag warten können.

Ein zweiter Baustein ist der Terminkanal. Mieter sollen nicht mehr mehrfach anrufen müssen, um einen Schritt weiterzukommen. Stattdessen gilt: Ein Anruf – und der Handwerkertermin steht. In vielen Fällen wird der Auftrag direkt in den Kalender des Monteurs eingetragen und per SMS bestätigt. Zweitanrufe werden zur Ausnahme, weil der Prozess nicht „in der Warteschleife“ hängen bleibt, sondern verbindlich weiterläuft. Das verändert die Wahrnehmung von Service grundlegend: weg vom „Wir melden uns“, hin zu „Der Termin ist fix“.
Wo Prozesse effizienter werden, sinkt der Aufwand für Mieterkommunikation und interne Koordination. Für INDUSTRIA bedeutet das: Property Manager werden entscheidend entlastet und können sich stärker auf kaufmännische Themen, Objektsteuerung und Kundenbetreuung konzentrieren – also auf die Aufgaben, die Wert schaffen und Qualität im Bestand sichern.

Das hat auch eine kulturelle Dimension. Wenn der Alltag weniger von Eskalationen und Rückfragen getrieben wird, steigt die Planbarkeit der Arbeit. Und wenn Property Manager wieder mehr Zeit für Steuerung statt für Nacharbeit haben, gewinnt die Rolle an Attraktivität. Effizienz ist dann nicht nur eine Zahl, sondern ein Standortfaktor im Wettbewerb um gute Leute.

Partnerschaft als Prozess-Upgrade – und als strategisches Signal

Die Zusammenarbeit zwischen INDUSTRIA und B&O Service zeigt, wie strategische Partnerschaften in der Wohnungswirtschaft wirken können, wenn sie konsequent prozessorientiert aufgebaut werden: mit klaren Regeln, standardisierten Preisen, delegierten Verantwortlichkeiten und einem kaufmännischen Setup, das Masse verarbeiten kann, ohne Qualität zu verlieren.

Jürgen Hau, Geschäftsführer der INDUSTRIA, formuliert es so:

„Für INDUSTRIA bestätigt sich eine zentrale Annahme: Effizienz entsteht nicht durch zusätzliche interne Kapazitäten, sondern durch ein Modell, das Komplexität reduziert und Abläufe stabilisiert. Wir steuern die Thematik nun übergreifend und qualititätsorientiert und sind nicht mehr an die Einzelbearbeitung von Schadenmeldungen gebunden.”

Sebastian Rügamer, Head of Asset & Property Management, ergänzt:

„Die Partnerschaft mit B&O Service nimmt unserem Team operative und kommunikative Last ab und macht den Instandhaltungsprozess insgesamt einfacher. Wo früher viele Telefonate, E-Mails und einzelne Handwerkerbeauftragungen nötig waren, laufen heute standardisierte Abläufe. Dadurch gewinnen wir mehr Zeit für kaufmännische Aufgaben und die Steuerung der Dienstleister.“

Die nächste Entwicklungsstufe liegt auf der Hand: die Freiräume im Asset und Property Management konsequent für Qualität, Objektsteuerung und Kundendialog zu nutzen – und das Modell dort weiter zu schärfen, wo zusätzliche Standardisierung möglich ist. Die Bilanz nach einem Jahr fällt eindeutig aus: Die Zusammenarbeit zeigt Wirkung und macht genau dort den Unterschied, wo es in der Praxis zählt.

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Aktuelle Trends bei Wohninvestments

Für das Gros der institutionellen Anleger sind Investitionen im Wohnsegment integraler Bestandteil eines ausgewogenen Portfolios. Die Assetklasse hat sich während der letzten drei schwierigen Jahre als sehr stabil bewährt. Um ihr Portfolio erfolgreich in die Zukunft zu führen, sollten Investoren auf Energie- und Kosteneffizienz setzen – und die Chancen nutzen, die das geförderte Wohnen bietet. 

Die von Nachfrageüberhängen dominierte Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich weiter verschärft. Für Investoren bleiben Wohnimmobilien damit grundsätzlich eine interessante Assetklasse, da hier auf absehbare Zeit mit stabilen Miet- und Wertentwicklungen gerechnet werden darf. Angebotsüberhänge sind allenfalls im ländlichen Raum oder in kleineren Städten mit schwacher lokaler Wirtschaftsstruktur zu erwarten, keineswegs aber an den investmentfähigen Teilmärkten des deutschen Wohnungsmarktes, die sich vor allem in den Metropolen und Ballungsräumen konzentrieren. 

Herausforderungen bei der Auswahl geeigneter Investments ergeben sich jedoch aus der wachsenden Bedeutung von CO2-Neutralität und Energieeffizienz sowie den nach wie vor hohen Baukosten. Zudem legen Genehmigungsbehörden und Kommunalpolitik großen Wert auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für Haushalte mit mittleren und geringeren Einkommen, die bei der Wohnungssuche im aktuellen Marktumfeld auf besonders große Schwierigkeiten treffen. Diese Herausforderungen sollten institutionelle Investoren bei der Weiterentwicklung ihrer Portfolios bewusst in den Fokus rücken und prüfen, inwieweit sich daraus spezifische Chancen und Ansätze für eine entsprechende Investmentstrategie ableiten lassen. 

Junge Wohnungsbestände: Stabile Cashflows, wenig Sanierungsbedarf 

Die INDUSTRIA hat in den letzten Jahren überwiegend in Neubau investiert, junger Bestand wurde ebenfalls vereinzelt angekauft. Aufgrund der Marktveränderungen wurde entschieden, Investitionen in junge Wohnungsbestände zu intensivieren, die bereits moderne Anforderungen bezüglich der Begrenzung von CO2-Emissionen und der Energieeffizienz erfüllen. Entsprechende Objekte sind in der Regel 2014 oder später errichtet worden, erwirtschaften aber im Unterschied zu noch in der Entwicklung befindlichen Wohnimmobilien bereits kontinuierliche Mieterträge. Neben ihren positiven energetischen Eigenschaften weisen sie in der Regel eine gute Qualität ihrer relativ jungen Bausubstanz und zumeist nur geringen Sanierungsbedarf auf. 

Modulares und serielles Bauen: Effizienzsteigerung im Fokus 

Der Baukostenanstieg stellt eine der größten Herausforderungen für den Wohnungsbau in Deutschland dar. Modulares und serielles Bauen bietet hier innovative Lösungsansätze und hilft beispielsweise auch, Bauzeiten zu verkürzen und Fehlerquellen zu reduzieren. Mit dem wachsenden Interesse von Bauherren und Investoren dürfte sich in den kommenden Jahren auch das Angebotsspektrum in diesem Bereich noch weiter ausdifferenzieren und erweitern. Das Bundesbauministerium hat bereits die Weichen gestellt, Bau- und Planungsprozesse zu beschleunigen, einzelne technische Mindestanforderungen zu senken und damit die Baukosten zu reduzieren. Insgesamt sollen für Bauherren neue Handlungsspielräume erschlossen werden, um schneller und kostengünstiger Wohnraum zu schaffen. 

Geförderter Wohnungsbau: Unterschätzte Investmentchance 

Ein dritter wesentlicher Punkt sind Wohnungsbauprojekte, die unter Inanspruchnahme von staatlicher Förderung realisiert und von institutionellen Investoren häufig unterschätzt werden. Der Staat unterstützt Wohnungsbauprojekte unter bestimmten Voraussetzungen finanziell, vor allem durch zinsvergünstigte Darlehen, Baukosten-, Miet- oder Tilgungszuschüsse. Im Vergleich zu Projekten ohne staatliche Förderung können damit die Kostenstruktur und der Finanzierungsaufwand optimiert werden. Zudem sind die Erträge gut kalkulierbar und lassen sich relativ genau prognostizieren. Dadurch können mittels staatlicher Förderung Wohnungen in einem Immobilienmarktsegment entstehen, das stark nachgefragt ist. Um geförderten Wohnraum aber auch für Investoren interessant zu gestalten, ist die Verfügbarkeit und Kombinierbarkeit von Fördermitteln notwendige Voraussetzung. Eine Aussage, dass Förderungen per se zu „guten“ Investments führen, ist nicht haltbar. Für das Aufzeigen interessanter Investmentoptionen bedarf es des Know-hows eines erfahrenen Wohnimmobilienmanagers. 

Wenn die genannten drei Aspekte – Fokussierung auf junge Bestände, Nutzung von modularen beziehungsweise seriellen Bauweisen und Nutzung staatlicher Fördermöglichkeiten – konsequent berücksichtigt werden, lassen sich auch unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen attraktive Investments am deutschen Wohnimmobilienmarkt realisieren, die insbesondere den Erwartungen langfristig orientierter und konservativ agierender institutioneller Investoren entsprechen. 

Webinar Asset & Property Management konkret - Konfliktfeld Vermietung

Asset- und Property-Management konkret: Klare Rollen im Vermietungsmanagement als Schlüssel für stabile Erträge

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Investmentchance: Seriell und modular gefertigte Wohnimmobilien – Skalierbarkeit und Kostenvorteile sind keine Theorie mehr

Fachbeitrag von Thomas Wirtz (FRICS), Managing Director INDUSTRIA

Seriell und modular errichtete Gebäude werden nicht mehr nur als seelenlose Zweckbauten wahrgenommen. Neue Technologien und Designs ermöglichen es, dass durch die industrielle Vorfertigung Immobilien nicht nur schnell, planungssicher und kostengünstiger entstehen können, sondern sie auch optisch durchaus attraktiv sind. Serielles und modulares Bauen wird zunehmend als ein zentraler Schlüssel gesehen, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum – insbesondere in Ballungsgebieten und Großstädten – wirksam zu begegnen. In der jüngeren Vergangenheit entdecken auch Investoren, Bestandshalter und Asset Manager industriell vorgefertigte Immobilien für sich als Investmentchance.

Kostenvorteile, Zeitersparnis, schnellere Einnahmen

Beim seriellen Bauen werden einzelne Gebäudeteile industriell vorgefertigt und auf der Baustelle nur noch zusammengesetzt. Bei der Modulbauweise, einem Teilgebiet des seriellen Bauens, werden ganze Raummodule vorgefertigt. Neben Effizienz- und Kostenvorteilen stehen dabei auch Renditepotenziale und die wachsende Akzeptanz bei Mietern und Kommunen im Fokus der aktuellen Betrachtungen. Zudem sind seriell errichtete Gebäude auch mit allen gängigen Energiekonzepten darstellbar und tragen daher auch positiv zur CO2-Reduzierung bei.

Höhere Renditeerwartung durch serielles Bauen

Wie sich Investoren gegenüber seriellem bzw. modularem Bauen positionieren, zeigte eine Umfrage der INDUSTRIA unter institutionellen Investoren aus dem Frühjahr 2025. Fast die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, in Fonds mit entsprechenden Objekten zu investieren. Nur rund zehn Prozent lehnen das kategorisch ab. Entscheidend für die Akzeptanz sind erwartete Renditen: 56 Prozent der institutionellen Investoren erwarten höhere Renditen als bei konventionellen Bauweisen – ein realistisches Bild angesichts kürzerer Bauzeiten und geringerer Bau- und Finanzierungskosten. Grund hierfür könnte allerdings auch die Einschätzung sein, dass serielle Konzepte noch mit zusätzlichen Risiken behaftet sind. Langfristig jedoch wird sich diese Risikoprämie abbauen.

Reduzierte Unwägbarkeiten, Zeitvorteile und Effizienz

Ein zentraler Vorteil serieller Fertigung liegt in der Planungs- und Kostensicherheit. In der Praxis berichten Entwickler von Baukosteneinsparungen zwischen 10 und 30 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Bauweisen. Diese Einsparungen lassen sich unter anderem auf Skaleneffekte zurückführen. Die automatisierte Fertigung in hoher Stückzahl steigert die Effizienz in der Fertigung. Gleichzeitig sinkt durch etablierte Qualitätsstandards und wetterunabhängige Herstellung der Bauteile in der Fabrik die Mängelanfälligkeit.

Die Bauzeit lässt sich durch die Vorfertigung erheblich verkürzen, auch weil diese in vielen Fällen parallel zu den Tiefbauarbeiten erfolgen kann. Die Lieferung erfolgt „just in time“ auf der Baustelle für die Endmontage. Industriell vorgefertigte Gebäude binden deutlich weniger Arbeitskräfte als herkömmliche Baustellen – in Zeiten von Personalmangel, gerade in der Baubranche, gewinnt dieses Argument zunehmend an Gewicht.

Für Investoren und Projektentwickler bedeuten die kürzeren Projektlaufzeiten weniger Risiko und schnellere Einnahmeströme, die durch frühere Vermietung oder Nutzung möglich werden. Die geringe Bauzeit hat noch einen weiteren signifikanten finanziellen Vorteil: Sie senkt die Finanzierungskosten in der Projektentwicklungsphase nennenswert. Auch dieser Effekt trägt positiv zur Gesamtwirtschaftlichkeit eines Wohninvestments bei.

Akzeptanz bei Mietern und Kommunen

Erfahrungen in Wohn- und Gewerbebauten zeigen: Mieter akzeptieren und schätzen seriell errichtete Gebäude, wenn Standardisierung und Wohn- bzw. Aufenthaltsqualität Hand in Hand gehen. Auch Kommunen als Grundstücksgeber und Genehmigungsinstanz reagieren positiv. Die Vorfertigung der Einheiten und die standardisierte Bauweise beschleunigen Genehmigungs- und Entwicklungsprozesse – ein Aspekt, der gerade in Zeiten knapper Verwaltungskapazitäten in Bauämtern zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Fazit

Serielles und modulares Bauen entwickelt sich zu einem strategischen Investmentthema, während der konventionelle Wohnbau die Renditeerwartungen institutioneller Investoren aktuell schwerer erfüllen kann. Auch die Politik steht der industriellen Vorfertigung von Wohngebäuden zunehmend aufgeschlossen gegenüber, weil sie darin eine Chance sieht, schnell und preisgünstig Wohnraum zu schaffen. Wer als Investor, Entwickler oder Asset Manager heute die Chancen nutzt, kann von kürzeren Bauzeiten, niedrigeren Kosten und attraktiven Renditen profitieren.

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FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND übernimmt fertiggestelltes Wohnprojekt „The Plus“ in Wolfsburg in den Bestand

Der offene Immobilien-Publikumsfonds FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND hat das Wohnprojekt „The Plus“ in Wolfsburg in sein Portfolio übernommen. Verkäufer des Projekts war ein Joint Venture aus URBAINITY DEVELOPMENT und Meyer Projektentwicklung. Das Ensemble im Neubau-Quartier Steimker Gärten mit den Adressen Arnikaweg 2, 2a-e, Lavendelweg 2, 2a-d und Steimker Promenade 6, 6a-d umfasst insgesamt ca. 14.000 Quadratmeter Wohn- und rund 3.200 Quadratmeter Gewerbefläche und besteht aus zwei Gebäuden: Die kleinere Immobilie umfasst 36 Wohneinheiten und wurde bereits am 17. September 2024 übergeben. Das größere Gebäude beherbergt 152 Wohnungen sowie zehn Gewerbeeinheiten in den Erdgeschossen und wurde im September 2025 ebenfalls übergeben. Hinzu kommen 269 Tiefgaragenstellplätze.

Als Ankermieter für die Gewerbeflächen konnte der Lebensmitteleinzelhändler EDEKA gewonnen werden, der ca. 2.000 Quadratmeter für seine Marke nah & gut mietet. Alle Wohnungen verfügen über eine Fußbodenheizung, eine Einbauküche sowie über einen Balkon, eine Loggia oder eine Terrasse. Die Erstvermietung der Wohnungen erfolgt durch die deutschlandweit tätige Maklergesellschaft Müller Merkle Immobilien.

Der FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND ist ein offener Immobilien-Publikumsfonds, der von der Service-KVG INTREAL administriert wird und dessen Asset- und Property-Management die INDUSTRIA übernimmt. Die INDUSTRIA hatte das Projekt 2021 als Asset Manager im Rahmen eines Forward Deals für den Fonds erworben. Das Joint Venture mit URBAINITY und Meyer hatte von Beginn an den Anspruch gehabt, ein zukunftsweisendes Ensemble zu entwickeln, das im Wohnungsbau neue Maßstäbe in Deutschland setzt.

Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer der INDUSTRIA Immobilien GmbH, kommentiert: „Der Immobilienfonds FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND ist nun um ein attraktives Objekt reicher. Beide Teile des Projekts wurden nach dem Neubaustandard KfW-40-Plus errichtet. Neben der hohen Energieeffizienz verfügen sie über Photovoltaikanlagen auf den Dächern und in den Freianlagen sowie Batteriespeicher zur Eigenstromversorgung und damit über ein zukunftsweisendes Energiekonzept. Begrünte Fassaden in einer ebenfalls begrünten Hoffläche sorgen für eine hohe Lebensqualität und Biodiversität.“

Jens Grathwol, Head of Fund Management der INDUSTRIA Immobilien GmbH, ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir durch die Übernahme des Neubauvorhabens die hohe Portfolioqualität des offenen Immobilien-Publikumsfonds FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND weiter ausbauen konnten.“

„Wir sind sehr stolz, in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld eines der größten KfW-40 Plus Effizienzhäuser in Deutschland erfolgreich realisiert und so einen wichtigen Beitrag für besonders energieeffizientes Wohnen leisten zu können“, sagt Tobias Müller, Geschäftsführer von Meyer Projektentwicklung.

Das innenstadtnahe Objekt „The Plus“ liegt nur zehn Fahrminuten vom VW-Werk entfernt und ist Teil der Quartiersentwicklung Steimker Gärten. Hier realisiert Volkswagen Immobilien seit 2017 auf 22 Hektar eines der größten privaten Wohnungsbauprojekte Deutschlands. Insgesamt entstehen ca. 1.800 Miet- und Eigentumswohnungen im Quartier, die mit ausgewählten Investoren realisiert werden. Das Quartier zeichnet sich u. a. durch zukunftsorientierte Mobilitätskonzepte mit Car- und Bike-Sharing, E-Ladestationen und einem Quartiersbus aus.

Henrik Diemann, Geschäftsführer von URBAINITY DEVELOPMENT, sagt: „Wie wohnen die Ingenieure, Mechatroniker und Programmierer, die unsere zukünftige Mobilität entwickeln? Unter dieser Leitfrage haben wir ‚The Plus‘ entwickelt. Das Ergebnis: attraktive, komfortable und energieeffiziente Wohnungen in der wachsenden Stadt – sowohl für digitale Nomaden als auch für junge Familien.“

Wolfsburgs Oberbürgermeister Dennis Weilmann sagt: „‚The Plus‘ ist ein wahres Vorzeigeprojekt für modernes Bauen und darüber hinaus für die ideale Kombination aus Wohn- und Gewerbefläche. Wolfsburg bekommt mit ‚The Plus‘ ein tolles Wohnangebot in hervorragender Lage, welches zudem auch städtebaulich ein wichtiger Teil der Steimker Gärten ist.“

Eröffnungsfeier in Wolfsburg: v.l.n.r. Andreas Wolke (Köster), Henrik Diemann (URBAINITY), Elmar Limley (INDUSTRIA), Dennis Weilmann (Oberbürgermeister Wolfsburg), Tobias Müller (Meyer Projektentwicklung), Sebastian Geese (Köster)

Bildquelle: MEDIENMENSCH Kreativarbeit, INDUSTRIA

Rechtlicher Hinweis:

Dies ist eine Marketing-Anzeige, die von der INDUSTRIA, dem Asset Manager des Fonds, verfasst ist. Sie dient nicht der Anlagevermittlung oder Anlageberatung. Alleinverbindliche Grundlage für den Kauf von Anteilen sind der Verkaufsprospekt und das Basisinformationsblatt in ihrer jeweils aktuellen Fassung sowie der letzte veröffentlichte Jahres- bzw. Halbjahresbericht des FOKUS WOHNEN DEUTSCHLAND (nachstehend „Fonds“). Bitte lesen Sie diese, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen. Diese sind ausschließlich in deutscher Sprache in elektronischem Format unter https://www.fokus-wohnen-deutschland.de/service/download/ erhältlich. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte ist in deutscher Sprache in elektronischem Format unter https://www.intreal.com/wp-content/uploads/2021/07/Zusammenfassung-der-Anlegerrechte.pdf erhältlich. Auf Wunsch senden wir Ihnen die vorgenannten Unterlagen in Papierform kostenlos zu. Sie können diese bei der INDUSTRIA Immobilien GmbH, Schreyerstraße 4-6, 60596 Frankfurt a. M., oder bei der IntReal International Real Estate Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH („INTREAL“), Ferdinandstraße 61, 20095 Hamburg, anfordern. Es handelt sich um einen aktiv verwalteten Fonds, welcher nicht unter Bezugnahme auf einen Referenzindex verwaltet wird. Mit dem Erwerb von Anteilen erwerben Sie Anteile an dem Fonds und erwerben nicht die vom Fonds gehaltenen Vermögensgegenstände (z.B. Immobilien), welche von der INTREAL für Rechnung des Fonds erworben werden. Im Anlagefokus des Fonds stehen Wohnimmobilien, die insbesondere in Deutschland gelegen sind. Der Fonds investiert insbesondere in Immobilien und mithin in illiquide Vermögensgegenstände. Es kann unter Umständen schwierig sein, diese zu veräußern, so dass mitunter die Rücknahme von Fondsanteilen ausgesetzt wird oder sich verzögern kann. Eine Rückgabe von Fondsanteilen ist nur nach Einhaltung der Mindesthaltedauer von 24 Monaten und der 12-monatigen Rückgabefrist möglich. Der Wert der Anlage und die Höhe der Erträge können sowohl fallen als auch steigen, und es gibt keine Garantie dafür, dass die Anlageziele erreicht werden. Umfassende Ausführungen zu den mit der Anlage in den Fonds verbundenen Risiken finden Sie im Verkaufsprospekt. Die wesentlichen Risiken finden Sie zudem im Basisinformationsblatt. Der Fonds darf in Wertpapiere und Geldmarktinstrumente der Bundesrepublik Deutschland und ihrer Bundesländer mehr als 35 % seines Wertes anlegen. Die künftige Wertentwicklung des Fonds hängt auch von der persönlichen Situation des Anlegers in Bezug auf seine Besteuerung ab und kann sich in Zukunft ändern. Die INTREAL kann beschließen, den Vertrieb des Fonds zu widerrufen. Bitte beachten Sie, dass dieses Dokument weder eine Rechts- noch eine Steuerberatung darstellt oder ersetzt.

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INDUSTRIA erneut von kununu als Top Company ausgezeichnet

Die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu hat INDUSTRIA auch für das Jahr 2026 das Top-Company-Siegel verliehen. Damit gehört das Frankfurter Immobilienunternehmen bereits zum fünften Mal in Folge zu den beliebtesten Arbeitgebern. Grundlage der Auszeichnung sind unabhängige Bewertungen von Mitarbeitenden, die INDUSTRIA ein besonders positives Arbeitsumfeld attestieren.

„Dass wir dieses Siegel nun schon fünf Jahre hintereinander tragen dürfen, freut uns sehr – und es bestätigt, dass unsere Kultur auf Vertrauen, Teamgeist und Entwicklung basiert“, sagt Jürgen Hau, Geschäftsführer der INDUSTRIA Immobilien. „Wir verstehen die Auszeichnung als Ansporn, unseren Mitarbeitenden auch künftig ein Umfeld zu bieten, in dem sie gerne Verantwortung übernehmen und sich persönlich wie fachlich weiterentwickeln können.“

Anerkennung für Arbeitgeber mit starker Teamkultur

Das Top Company-Siegel von kununu erhalten jährlich nur rund fünf Prozent aller Unternehmen auf der Plattform. Bewertet werden unter anderem Arbeitsatmosphäre, Kommunikation, Kollegenzusammenhalt und Work-Life-Balance. Die INDUSTRIA Immobilien überzeugt hier auf ganzer Linie: Mit einem Score von 3,9 Sternen bestätigen die Bewertungen die hohe Zufriedenheit innerhalb des Teams.

„Nur fünf Prozent der Unternehmen qualifizieren sich für dieses besondere Siegel. Dies sendet ein positives Signal, sowohl als Aushängeschild für potenzielle Bewerber als auch als Spiegel der Unternehmenskultur nach innen. So konnten 71 Prozent der Unternehmen, die das Siegel erhalten haben, eine erhöhte Anzahl an Bewerbungen verzeichnen. Ganze 81 Prozent erkennen die Auszeichnung darüber hinaus auch als einen wichtigen Teil ihrer Employer-Brand-Strategie an“, erklärt Nina Zimmermann, CEO von kununu.

Arbeiten bei INDUSTRIA Immobilien

INDUSTRIA Immobilien versteht sich als Arbeitgeber, der langfristige Perspektiven und individuelle Förderung bietet. „Das kununu-Siegel bestätigt einmal mehr, dass wir gemeinsam ein Arbeitsumfeld geschaffen haben, in dem sich Menschen langfristig wohlfühlen und entfalten können“, sagt Yannick Ibsch, Head of HR bei INDUSTRIA „All unsere Mitarbeitenden sind dabei das Herzstück unserer Unternehmenskultur. Wenn Kolleginnen und Kollegen ihr 10- oder gar 20-jähriges Firmenjubiläum feiern, zeigt das insbesondere in den aktuellen Zeiten, wie sehr Wertschätzung, Vertrauen und Entwicklungsmöglichkeiten bei uns im Mittelpunkt stehen. Die Auszeichnung ist daher vor allem ein Kompliment an unser tolles INDUSTRIA-Team“

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Die Zukunft des Wohnungsbaus in Deutschland ist seriell

Serielle Fertigung wird in den kommenden Jahren immer mehr zum Standard beim Wohnungsbau in Deutschland werden. Kosten- und Zeitersparnis, bessere Arbeitsbedingungen für Fachkräfte und geringere Mängelanfälligkeit sowie die steigende Variabilität der architektonischen Möglichkeiten machen das Bauen mit vorgefertigten Elementen für eine steigende Zahl von Akteuren attraktiv. Das bestätigten David Fischer, Geschäftsführer, WvM Berlin Immobilien + Projektentwicklung GmbH, Simon Kempf, Geschäftsführender Gesellschafter, Periskop Development GmbH, Jens Wadle, Geschäftsführer, Hohental Gruppe, und Thomas Wirtz, Geschäftsführer INDUSTRIA Immobilien GmbH bei einer Online-Pressekonferenz.

Bemerkenswert dabei ist, dass sich zunehmend auch institutionelle Investoren sowie Asset- und Investmentmanager für die Möglichkeiten des seriellen Bauens interessieren. Thomas Wirtz beispielsweise kann sich seriell und modular gefertigte Wohnimmobilien bei INDUSTRIA Immobilien sowohl in spezialisierten Fondsvehikeln als auch als Beimischung in bereits aufgelegten Wohnimmobilienfonds vorstellen.

Entsprechend sondiert INDUSTRIA Immobilien seit einem Jahr den Markt für seriellen und modularen Wohnbau. „Bauen mit industrieller Vorfertigung entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Investmentthema, denn konventioneller Wohnbau kann die Renditeerwartungen institutioneller Investoren aktuell viel schwerer erfüllen“, sagt Thomas Wirtz. „Neue Technologien und Designs ermöglichen es, dass durch die industrielle Vorfertigung Immobilien nicht nur schnell, planungssicher und kostengünstig entstehen können, sondern die Gebäude auch optisch durchaus attraktiv sind. Serielles und modulares Bauen erscheint als zentraler Schlüssel, um dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum – insbesondere in Ballungsgebieten und Großstädten – wirksam zu begegnen.“

Höhere Renditen und stärkere Verlässlichkeit steigern Attraktivität

Wie sich Investoren gegenüber seriellem bzw. modularen Bauen positionieren, zeigt eine Umfrage der INDUSTRIA Immobilien unter institutionellen Investoren aus dem Frühjahr 2025. Fast die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, in Fonds mit entsprechenden Objekten zu investieren. Nur rund zehn Prozent lehnen das kategorisch ab. Entscheidend für die Akzeptanz sind erwartete Renditen: 56 Prozent der institutionellen Investoren erwarten höhere Renditen als bei konventionellen Bauweisen – ein realistisches Bild angesichts kürzerer Bauzeiten und geringeren Bau- und Finanzierungskosten. Grund hierfür könnte allerdings auch die Einschätzung sein, dass serielle Konzepte noch mit zusätzlichen Risiken behaftet seien. Langfristig jedoch werde sich diese Risikoprämie abbauen, so Wirtz’ Prognose.

Mit vorgefertigten Elementen lassen sich Klimaziele besser erreichen

Simon Kempf, Geschäftsführer bei Periskop Development, hat sich dem Thema Serielles Bauen vom Standpunkt der Baulandentwicklung genähert. „Wir sehen den Zuschnitt von Baufeldern als maßgebliche Grundlage für den Optimierungsprozess beim Bauen. Je höher der Vorfertigungsgrad von Modulen und Elementen ist, umso höher ist wahrscheinlich der Anspruch an ein möglichst passendes Grundstück. So etwa lautete eine Arbeitshypothese, auf deren Grundlage wir unser Withepaper erstellt haben.“

Er führt aus: „Unsere Analyse zeigt: Industriell vorgefertigte Elemente verkürzen Bauzeiten signifikant, senken Kostenrisiken und erleichtern die Planung. Zudem mindern sie Baustellenemissionen, ermöglichen eine Recyclingquote von bis zu 90 Prozent und leisten damit einen spürbaren Beitrag zur Erreichung von Klimazielen.“

„Doch nicht jedes Grundstück eignet sich für serielle beziehungsweise modulare Lösungen, Transport- und Logistikkosten können die Wirtschaftlichkeit beeinflussen, die architektonische Gestaltungsfreiheit ist geringer als bei konventionellem Bau. Vorfertigung geht zudem mit teils früher Kapitalbindung einher und verlangt eine sehr präzise Planung bereits in den initialen Projektphasen“, fasst Kempf die Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Zudem müssten, um die für einen höheren Automatisierungsgrad erforderlichen Produktionszahlen zu ermöglichen, die unterschiedlichen Landesbauordnungen homogenisiert werden.

Serielles Bauen beginnt bereits in der Planungsphase

Den Ansatz, dass serielles Bauen bereits mit der Planungsphase und der Konfiguration der Grundstücke beginnt, teilt auch Jens Wadle: „Auch seriell errichtete Bauvorhaben müssen sich in die Umgebung einfügen, das heißt sie müssen dem Grundstückszuschnitt Rechnung tragen und die städtebauliche Besonderheit eines Ortes berücksichtigen. Nur eine Mischung von Materialien und Bauweisen ermöglicht Flexibilität und Vielfalt, damit die nötige Grundstücksauslastung erreicht werden kann.“ Entscheidend für den Erfolg sei die Wiederholbarkeit. „Im Bewusstsein für Städtebau und Freianlagen können wiederkehrende Raster, modulare Planungsansätze und schlussendlich die Etablierung des wirtschaftlichsten Materials für die jeweilige Bauaufgabe das Image des seriellen Bauens verändern. Unser Ansatz ist eine serielle Planungslogik, die spätere Bauabläufe vereinfacht, Fehler reduziert und dabei städtebauliche und architektonische Qualitäten zum Ziel hat. Dieser Ansatz spart Zeit und Kosten, reagiert auf Kundenanforderungen und schafft nachhaltig lebenswerte gemischte Quartiere.“

Entsprechend sieht Wadle auch die vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen initiierte Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen“ als wichtigen Meilenstein für den kommunalen Wohnungsbau. „Erstmals ist ein praxisnahes Instrument geschaffen worden, das insbesondere öffentlichen Bauherren eine schnelle, transparente und rechtssichere Umsetzung ermöglicht. Die Hohental Gruppe zählt zu den präqualifizierten Anbietern dieser Vereinbarung. Sie bietet Kommunen und Wohnungsunternehmen die Möglichkeit, vorgeprüfte, wirtschaftliche und zugleich architektonisch hochwertige Lösungen direkt abzurufen. Der modulare Aufbau der angebotenen Systeme erlaubt es, individuelle Projektanforderungen zu berücksichtigen, ohne den Kostenvorteil der Standardisierung zu verlieren. So wird die Rahmenvereinbarung zu einem zentralen Baustein, um den kommunalen Wohnungsbau in Deutschland zu beschleunigen.“

wvm Gruppe setzt bei Eigentumswohnungen auf Individualität im System

Inzwischen gibt es erste Projekte, bei denen auch hochwertige Eigentumswohnungen seriell errichtet werden. Interessant ist dabei die Frage, inwieweit die Wohnungen für Selbstnutzer individualisierbar sind. David Fischer rät diesbezüglich zu einem möglichst zeitigen Kauf. „Wer früh in die Projekte einsteigt, hat den größten Spielraum, von Bodenbelägen und Fliesen über Armaturen und Türen bis zu Elektrodetails wie Schalter und Steckdosen.“ Er verweist auf das Projekt Zwieseler Hof, bei dem die wvm 147 Eigentumswohnungen errichtet. Dort stehen den Kaufinteresssenten beispielsweise mehr als ein Dutzend Varianten zur Verfügung. „Wir haben für den Zwieseler Hof mit Nöfer Architekten ein architektonisch hochwertiges und nachhaltiges Quartier mit vielen durchdachten Details geplant. Die ausführende Firma hat die serielle Fertigung in diese Architektur integriert, sodass Gestaltung und Prozess zusammenpassen“, sagt Fischer.

Fischer sieht gute Perspektiven für die serielle Fertigung von Eigentumswohnungen. „Wenn Architektur und Lage passen, wird die Vorfertigung im Werk auch im Eigentumssegment zur neuen Normalität. Wichtig ist dabei: Die Methode muss dem Ort dienen – nicht umgekehrt.“

Dabei bestätigen sich die guten Erfahrungen auch im eigenen Entwicklungsportfolio. In der Liebermannstraße in Berlin-Weißensee hat die wvm Gruppe ein weiteres klassisches Ortbetonkonzept gemeinsam mit Stephan Höhne Architekten und Casa Ingenieure in eine moderne Fertigteilplanung überführt. Dort werden insgesamt 48 Wohnungen bereits ein halbes Jahr vor dem ursprünglich geplanten Termin im kommenden Sommer fertiggestellt. „Serielles Bauen ist kein Widerspruch zu Vielfalt. Im Gegenteil: Modulare Prinzipien ermöglichen typologische Flexibilität – und damit Wohnraum für verschiedene Zielgruppen“, fasst Fischer seine Erfahrungen zusammen. „Für uns bedeutet das: Standards da, wo es sinnvoll ist – Differenzierung da, wo der Ort es fordert.“ Konventionell bauen wird die wvm Gruppe weiterhin bei sehr kleinen Vorhaben, Unikaten mit hohem Bestandseinfluss oder bei historisch sensiblen Projekten. „Dort spielt die klassische Bauweise ihre Stärken aus. Aber auch hier profitieren wir zunehmend von modularen Denkmustern.“

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Wohnimmobilien 2025: Zwischen Konsolidierung und Aufbruch

Nach drei schwierigen Jahren hat sich der Markt für Wohnimmobilien in Deutschland stabilisiert. Die aktuellen Daten aus dem Marktbericht 2025 Rahmenbedingungen für Wohnimmobilien in Deutschland, den bulwiengesa erstellt hat, zeichnen ein vielschichtiges Bild zwischen geopolitischer Unsicherheit, regulatorischer Herausforderung und neuem Optimismus.

Bulwiengesa konstatiert zunächst eine gewisse Erleichterung. Die Bauzinsen sind seit Ende 2024 leichtgefallen. Experten erwarten eine Seitwärtsbewegung in den kommenden Monaten. Die Gefahr der Inflation hingegen sieht bulwiengesa aber als gebannt an. Belastend stuft das Analysehaus hingegen die geopolitischen Risiken ein – vom Ukrainekrieg, über die Spannungen im Nahen Osten bis zum Zollstreit mit dem US-Präsidenten. Vor diesem Hintergrund ist die Situation am deutschen Wohnimmobilienmarkt einzuordnen.

Die Nachfrage nach Wohnraum bleibt insbesondere in den Metropolregionen ungebrochen. Gleichzeitig verzeichnete bulwiengesa bis Mitte 2025 einen Rückgang der Wohnungsbaustarts um ganze 85 % gegenüber Ende 2022. Ein drastisches Signal. Besonders betroffen ist der bezahlbare Wohnraum: Während sich Bestandsmieten um bis zu 3,7 % verteuerten, stagniert der Neubau. Die Folge: Der Angebotsmangel verschärft sich weiter, auch durch hohe Baukosten, Fachkräftemangel und wachsende ESG-Auflagen.

Ein großes Thema im Wohnimmobilienbereich ist nach wie vor die Energetische Sanierung des Bestands, da dieser für einen Großteil des CO2-Ausstosses steht. Durch die CO₂-Bepreisung werden Investitionen in energetische schlechtere Gebäude zunehmend notwendig. Gleichzeitig führen Investitionen zu höheren Mieten – eine soziale Gratwanderung. Fördermittel und neue Modelle wie die reaktivierte Wohngemeinnützigkeit sollen gegensteuern, doch der Effekt ist bisher begrenzt. Die Mietpreisbremse wurde verlängert, der „Hamburg-Standard“ zur Kostensenkung vorgestellt. Der Hamburg‑Standard ist das Ergebnis der „Initiative kostenreduziertes Bauen“, an der rund 200 Experten beteiligt waren. Das Ziel: Es sollen bis zu 2 000 Euro Baukosten pro Quadratmeter Wohnfläche eingespart werden.

Doch entscheidend wird sein, ob Planungsrecht und Bauvorschriften entschlackt werden – wie es die Bundesregierung mit ihrem „Wohnungsbauturbo“ verspricht.

Trotz all der aufgezählten Herausforderungen zeigt sich der Markt differenzierter als je zuvor. Die Analysten von bulwiengesa beobachten eine Seitwärtsbewegung bei den Kaufpreisen in B- und C-Städten. In den A-Städten steigen die Preise ganz leicht. Dies deckt sich mit den Beobachtungen, die die INDUSTRIA am Markt macht. Institutionelle Käufer agieren selektiver, opportunistische Investoren steigen gezielt ein. Projekte mit ESG-Potenzial – etwa unter dem Label „Manage to Green“ – rücken vermehrt in den Fokus. Auch diese Erkenntnisse der Studie kann die INDUSTRIA bestätigen.

Fazit: Der Wohnimmobilienmarkt steht an einem Scheideweg. Die starke Zäsur der letzten Jahre hat nicht zu einem Kollaps geführt – aber zu einem Umdenken auf vielen Ebenen. Wer investiert, muss heute weitsichtiger agieren, regulatorische Rahmenbedingungen einpreisen und demografische Veränderungen mitdenken. Die gute Nachricht: Chancen gibt es weiterhin – sie müssen nur neu bewertet werden.

 

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INDUSTRIA B&O Service Webinar_News Bilder_1210x423px

Wie INDUSTRIA und B&O Service Prozesse in der Wohnungswirtschaft effizienter machen

Das Property Management von Wohnimmobilien steht unter Effizienzdruck. Um dieser Herausforderung besser begegnen zu können, haben INDUSTRIA Immobilien und B&O Service eine Kooperation geschlossen. Gemeinsam haben die beiden Unternehmen ein Modell entwickelt, das die Prozesse rund um Instandhaltung und Modernisierung von Wohnungen in größeren Beständen grundlegend vereinfacht und professionalisiert. In einem Webinar haben Jürgen Hau, Geschäftsführer von INDUSTRIA Immobilien, und Thomas Wagner, Vorstand bei B&O Service, Einblicke in die erfolgreiche Zusammenarbeit gegeben. 

INDUSTRIA verwaltet bundesweit über 22.000 Wohneinheiten mit einem Immobilienvolumen von 5,5 Milliarden Euro. In Zeiten von wachsendem Bestand, hohem Qualitätsanspruch und angespannter Fachkräftesituation war klar: Die klassische Einzelfallbearbeitung von Schadensmeldungen und Wohnungsmodernisierungen ist nicht mehr zeitgemäß. 

B&O Service ist ein deutschlandweit aufgestellter Spezialist für die Instandhaltung und Modernisierung von Wohnungen mit über 1.000 eigenen Handwerkerinnen und Handwerkern.  Gemeinsam wurde ein Kooperationsmodell geschaffen, das zwei Kernbereiche abdeckt: die laufende Instandhaltung im Bestand und die Wohnungs-modernisierung im Zuge des Mieterwechsel. 

Aufzeichnung in voller Länge:


Standardisierung mit Spielraum
 

Ein wichtiger Teil der Zusammenarbeit betrifft die laufenden Reparaturen an den Mietwohnungen. Für nahezu alle Schadensfälle bis zu einer gemeinsam definierten Wertgrenze übernimmt B&O Service die vollständige Abwicklung – von der Schadensaufnahme über die Terminvereinbarung bis zur Reparatur und Dokumentation. Dieser Schwellenwert deckt rund 90 % aller typischen Instandhaltungsmaßnahmen bei INDUSTRIA ab. 

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Kooperation funktioniert: 97 % der Schadensmeldungen werden innerhalb der Service-Level-Agreements (SLA) angenommen, 93 % innerhalb von sieben Arbeitstagen vollständig bearbeitet. Gleichzeitig wurde die Zahl der Nachfragen und Beschwerden trotz steigender Schadensmeldungen reduziert – ein klarer Hinweis auf gestiegene Mieterzufriedenheit. 

Digitalisierung trifft Handwerkskompetenz 

Ein zentrales Element des Modells ist die digitale Schnittstelle: Mieter melden Schäden über ein Online-Portal, das im Look & Feel der INDUSTRIA gehalten ist. Der komplette Prozess läuft über B&O Service – inkl. qualifizierter Erstdiagnose, Terminvergabe und Leistungsausführung. So entstehen kaum Reibungsverluste zwischen den Partnern, und INDUSTRIA behält dank transparentem Reporting jederzeit die Übersicht. 

„Früher haben wir häufig intransparent über mehrere Zwischenstationen gearbeitet. Heute haben wir volle Datenhoheit, von der einzelnen Schadensmeldung bis zur Managementebene“, erklärt Jürgen Hau. 

Wohnungsmodernisierung mit System 

Auch bei der Wohnungsmodernisierung im Zuge des Mieterwechsel setzen die Partner auf einen strukturierten, aber individuellen Ansatz. Zwar sind diese Maßnahmen nicht pauschal standardisierbar, dennoch wurden prozessuale Standards und Preislisten etabliert, die eine schnelle Bewertung, Angebotserstellung und Umsetzung ermöglichen. 

„Gemeinsames Ziel ist, durch verkürzte Abstimmungs- und Abwicklungsprozesse die Wohnung schnellstmöglich wieder vermieten zu können“, sagt Thomas Wagner. „Damit schaffen wir echten Mehrwert für Eigentümer und Investoren und auch die potentiellen Mieterinnen und Mieter.“ 

Planbarkeit für Fonds und Mandate 

Neben operativer Effizienz bietet die Kooperation auch strategische Vorteile. Für die Fondssteuerung von INDUSTRIA bedeutet das Modell planbare Instandhaltungskosten über ein ganzes Jahr hinweg. Anstatt unzähliger Einzelfälle kann frühzeitig im Jahr mit hoher Sicherheit budgetiert werden– ein Plus an Verlässlichkeit für institutionelle Investoren. 

Zugleich stärkt das Modell die Positionierung von INDUSTRIA als leistungsstarker Asset Manager in Pitch-Situationen. Die Digitalisierung von Handwerkerleistungen wird zunehmend zu einem Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb um neue Mandate. 

Die Kooperation zwischen INDUSTRIA und B&O Service zeigt, wie strategische Partnerschaften die Wohnungswirtschaft effizienter machen können. Transparente Prozesse, digitale Schnittstellen und verlässliche Ausführung schaffen ein Modell, das sowohl operativ effizient als auch strategisch skalierbar ist – und dabei das Wichtigste nicht aus dem Blick verliert: die Zufriedenheit der Mieterinnen und Mieter.

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