INDUSTRIA Today_Presseartikel_News Bilder_1210x423px

INDUSTRIA Today 2025: Aufbruchstimmung am Wohnimmobilienmarkt

Wohin entwickelt sich der deutsche Wohnungsmarkt 2025 – und was braucht es, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen? Diese Fragen standen im Zentrum des Webinars INDUSTRIA Today am 26. März 2025. Als Referenten dabei waren: Prof. Dr. Tobias Just von der IREBS International Real Estate Business School, Projektentwickler und INDUSTRIA-Gesellschafter Dieter Becken und INDUSTRIA-Geschäftsführer Thomas Wirtz. Ihr Fazit: Die Talsohle scheint durchschritten – jetzt braucht es Mut, Kapital und Ideen für die nächste Marktphase. 

Aussichten für den deutschen Wohnimmobilienmarkt 2025  

Prof. Dr. Tobias Just stellte klar: Auch wenn die gesamtwirtschaftliche Erholung nur langsam voranschreitet, sind erste Aufwärtstrends spürbar. Die Zinsen sinken leicht, Mieten steigen, und die Preise stabilisieren sich nach dem Rückgang der Vorjahre. „Die Wohnungsmärkte erholen sich – langsam, aber sicher,“ so Just. Die Anfragen für private als auch für gewerbliche Wohnimmobilienfinanzierungen zögen spürbar an. Wohnen bleibe das Investitionsthema Nummer 1 im Jahr 2025, ist er sich sicher. Bestandssanierung statt Neubau könnte sich zum Megatrend entwickeln. 

Lösungen für mehr bezahlbaren Wohnraum 

Nach Einschätzung von Dieter Becken fehlen in Deutschland mittlerweile eine Million Wohnungen. Er konstatierte, dass die Immobilienwirtschaft in den letzten Jahren den Bedarf an Wohnraum aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht decken konnte. Das Bauen sei zu teuer, es gebe zu viele Auflagen bei der Bebauung von Grundstücken, die Mietregulierung schränke die Ertragschancen ein und die Renditeanforderungen der Investoren seien zu hoch. 

Was seiner Meinung nach den Wohnbau ankurbeln könnte, seien eine Anhebung der AfA und Zinssubvention der KfW. Er rechnet damit, dass Baugenehmigungen beschleunigt und Landesbauordnungen vereinfacht werden. Auch bei Grunderwerbssteuer könnte es Vergünstigungen geben. Bei den Investments sieht er Chancen durch die Preissenkungen der vergangenen Jahre, während die Mieten weiter stark steigen. Seiner Einschätzung nach könnten die Renditen für Wohninvestments auf fünf bis sechs Prozent steigen. 

INDUSTRIA konzipiert neue Fondsprodukte 

Thomas Wirtz gab einen umfassenden Einblick in die Strategie und aktuelle Marktlage von INDUSTRIA. Mit einem verwalteten Vermögen von 5,6 Milliarden Euro und über 21.800 Wohneinheiten ist das Unternehmen breit diversifiziert über alle Fondsprodukte aufgestellt. Die Sollmieten im Bestand konnte das Unternehmen – mit gewachsenem Bestand – zwischen 2021 und 2024 fast verdoppeln.  

Besonderes Augenmerk liegt bei der INDUSTRIA auf neuen Produktideen wie: 

  • Manage-to-Green-Fonds: Nachhaltige Entwicklung durch Sanierung ineffizienter Bestände mit attraktiven Fördermöglichkeiten. 
  • Modulares Bauen: Reduktion von Bauzeit und -kosten, Einstieg in Pilotprojekte mit ausgewählten Partnern. 
  • Photovoltaik-Initiativen: Nutzung von Dachflächen zur Wertschöpfung und CO₂-Reduktion. 

INDUSTRIA weitet außerdem ihre Property Management-Dienstleistungen für externe Kunden aus. Um Effizienzen zu steigern und Kosten zu sparen, treibt das Property Management die Digitalisierung der Mieterkommunikation voran: Voice- und E-Mail-Bots unterstützen mittlerweile den Kundenservice – mit über 30.000 automatisierten Gesprächen allein 2024. Ziel ist eine 24/7-Erreichbarkeit bei gleichzeitig besserer Auswertung der Anliegen. 

Hoffnung und Chancen in einem fragmentierten Markt 

Trotz anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen überwiegt auf dem INDUSTRIA-Today-Webinar der optimistische Blick nach vorn. Die Wohnungsnachfrage bleibt hoch – vor allem in den Metropolen und deren Umland. Wer heute die richtigen Weichen stellt, wird von der Erholung profitieren. 

Hier können Sie die Aufzeichnung in voller Länge anschauen:

138_bild_original

Jetzt in den nächsten Zyklus einsteigen?

von Thomas Wirtz (FRICS), Managing Director, INDUSTRIA Immobilien

Wie sich der Wohnimmobilienmarkt nach der Krise stabilisiert und welche Chancen sich für Investoren ergeben 

Der deutsche Wohnimmobilienmarkt hat seit 2022 eine schwierige Phase durchlebt. Stark und schnell steigende Zinsen, hohe Baukosten und regulatorische Unsicherheiten haben den Markt in eine herausfordernde Lage versetzt. Doch mittlerweile zeigt sich ein Silberstreif am Horizont: Mit stabilisierenden Immobilienpreisen, sinkenden Bauzinsen und einer weiterhin hohen Nachfrage nach Wohnraum geht der Markt in eine neue Phase über.

2024 war das Jahr der Trendwende. Transaktionen erreichten einen historischen Tiefststand, doch in der zweiten Jahreshälfte zeigte sich eine erste Belebung. Dies ist nicht zuletzt auf die drei Leitzinssenkungen im vergangenen Jahr und eine weitere im Januar 2025 zurückzuführen, die den Finanzierungsmarkt entlasteten und Investitionen wieder attraktiver machten. Parallel dazu bleibt die Nachfrage hoch: Demografische Entwicklungen und der anhaltende Zuzug in die Ballungszentren treiben den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum weiter an.

Wohnraumknappheit als strukturelle Herausforderung

Hinzu kommt eine weitere Entwicklung: Die Neubautätigkeit befindet sich auf einem historischen Tiefstand. Baugenehmigungen sind im Oktober 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent gesunken. Generell wird ein Rekorddefizit bei Baufertigstellungen erwartet. Die Bauindustrie leidet unter hohen Materialkosten und mangelnden Aufträgen. Gleichzeitig steigen die Mieten deutschlandweit weiterhin stark an. Dies verstärkt den Druck auf die Politik, Lösungen für bezahlbaren Wohnraum zu finden, während Investoren mit neuen Strategien auf die veränderte Marktlage reagieren müssen.

Wo stehen wir im Immobilienzyklus?

Laut klassischen Marktmodellen befinden wir uns derzeit in der Übergangsphase zwischen Krise und Erholung. Die Stimmung am Markt verbessert sich, erste Preisstabilisierungen sind zu beobachten und das Investitionsvolumen steigt wieder. Auch die Bauindustrie zeigt sich weniger pessimistisch. Neue wirtschaftliche Impulse nach der Bundestagswahl könnten zusätzliche Dynamik bringen.

Welche Strategien sollten nun verfolgt werden? Angesichts der aktuellen Marktentwicklung bieten sich für Investoren mehrere Chancen: Erstens sehen wir bei Bestandsimmobilien im mittleren Mietpreissegment hohes Potenzial. Zweitens halten wir ESG-konforme Investments für attraktiv. Der Grund: Nachhaltige und energieeffiziente Neubauten sind weniger von Wertverlusten betroffen und bieten langfristige Planungssicherheit. Drittens sollen Investoren langfristig investieren: Die steigenden Mieten machen Wohnimmobilien weiterhin auf lange Sicht attraktiv, insbesondere für institutionelle Investoren, die auf stabile Ausschüttungen setzen.

Nach einer Phase der Zurückhaltung kehrt zunehmend Zuversicht in den Markt zurück. Die Weichen für die nächste Wachstumsphase sind gestellt, auch wenn Herausforderungen wie Baukosten und regulatorische Unsicherheiten bleiben. Für Investoren bietet sich in dieser Phase die Chance, in den Markt einzusteigen und von der kommenden Expansion zu profitieren.

 

Dieser Artikel erschien außerdem in EXXECNEWS und ASSETPHYSICS.

 

Foto: Krügelpark in Stein – Zentrales Wohnen im nachhaltigen Wohnquartier

122_bild_original

1. Bauabschnitt fertig – große Einweihungsfeier!

Housing! for Future feiert die Fertigstellung des ersten Bauprojekts in Windhoek/Namibia

„Five, four, three, two, one…“ Mit diesem Countdown wurde der feierliche Moment eingeleitet: Die Housing! for Future-Geschäftsführer Stefan Bürger und Konstanze Dürotin durchschnitten gemeinsam mit weiteren Mitstreitern das rote Band und eröffneten im Beisein von Albert ten Brinke, H!F-Beirat und Geschäftsführer der ten Brinke-Group, das erste Quartier, das H!fF in Afrika gebaut hat. Name ist passenderweise „Meine Heimat“.

Für alle Beteiligten ein ergreifender Moment: 2021 wurde das Grundstück erworben, der Bauantrag eingereicht und der GU-Vertrag an Quartz Construction vergeben. Viel Arbeit, jede Menge Einsatz, Herzblut und Begeisterung haben das Projekt begleitet – und nun feiern wir die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts.

Anlässlich der Veranstaltung haben die ersten Mieterfamilien die Schlüssel zu ihrem neuen Zuhause in Empfang genommen. „Eine Vision ist Wirklichkeit geworden“, sagte Stefan Bürger. „Es ist unsere Pflicht, bedürftigen Menschen zu helfen. Hier bekommen sie eine gute Lebensqualität für eine geringe Miete. Jeder Spender kann stolz sein, dass er an diesem tollen Projekt beteiligt ist. „Meine Heimat“ war aber erst der Anfang. Wir werden sukzessive weitere Häuser bauen mit dem Ziel, möglichst vielen Menschen bessere Lebensverhältnisse zu ermöglichen.“

Die Einweihungsfeier wurde per Livestream auf YouTube übertragen – wer keine Gelegenheit hatte, dabei zu sein, kann sich die Feier hier nachträglich ansehen.
Official Launch of Housing for future – YouTube

Tänze, Ansprachen und ein Rundgang durchs Quartier

Mit traditionellen Liedern und Tänzen leiteten Schülerinnen aus der Umgebung den Festakt ein. Es folgten kurze Ansprachen, ein Rundgang durchs Quartier sowie eines der Häuser und Interviews mit drei Mietern der ersten Stunde. Sie machten deutlich, wie wichtig dieser Schritt für sie ist, weil sie dem Elend der Wellblechhütten in den Slums entkommen können, sich nicht mehr einen Schlafraum teilen oder eine Gemeinschaftstoilette nutzen müssen, sondern stattdessen in ein eigens sauberes Haus mit hygienischen Bädern, fließend Wasser und Strom einziehen können.

Mit diesen Häusern geben wir den Menschen eine echte Chance auf die Änderung ihrer Lebensqualität, eine echte Chance für die Zukunft!

120_bild_original

25 Häuser sind fertig – Einladung zum Livestream

Jetzt ist es soweit: 25 Häuser, die Housing! for Future (H!fF) in Windhoek/Namibia baut, sind fertig – und die ersten Mieter ziehen ein. Anlässlich der feierlichen Einweihung laden die GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen, die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) und die INDUSTRIA WOHNEN GmbH herzlich zum Livestream ein.

Donnerstag, 23. März 2023, 10:00 Uhr (deutscher Zeit)  Link: https://youtube.com/@housingforfuture

Wir freuen uns, dass die First Lady von Namibia, Frau Monica Geingos, Ihr Kommen zugesagt hat. Die Veranstaltung wird von einem bunten Rahmenprogramm mit Musik und Tanz begleitet. Sie können remote an unserem Event teilnehmen, die fertigen Häuser betrachten, Gespräche mit den neuen Mietern verfolgen und ein bisschen afrikanisches Feeling schnuppern.

Begleiten Sie uns auf einen interessanten Vormittag und seien Sie unsere Gäste!

Housing! for Future ist eine gemeinnützige Initiative der deutschen Immobilienwirtschaft, die von der GWH und der NHW ins Leben gerufen wurde und auch von der INDUSTRIA unterstützt wird. Im ersten Schritt entstehen ausschließlich spendenbasiert 25 Miethäuser in Windhoek/Namibia. Sie sollen Menschen aus den Slums die Chance auf ein hygienisch unbedenkliches und bezahlbares Zuhause ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie auf https://www.housingforfuture.de/.

118_bild_original

Housing for Future – ein Update

Häuser bauen, Perspektiven bieten

Housing! for Future: Die gemeinnützige Initiative der deutschen Immobilienwirtschaft will auf Spendenbasis bezahlbaren und sicheren Wohnraum für Menschen in Afrika schaffen.

Lange haben wir nichts über unser Engagement in Afrika, Namibia, berichtet. Zum einen zog sich der Ankauf des Grundstücks und die benötigten Baugenehmigungen lange hin, zum anderen ergaben sich Projektverzögerungen durch Corona.

Doch nun ist es so weit: die ersten 25 Häuser sind fertig und können in Kürze bezogen werden.

Was ist Housing! for Future?

Schlechte hygienische Bedingungen, verunreinigtes Wasser, Krankheiten, kaum Bildungschancen: Ein Großteil der afrikanischen Bevölkerung lebt in derartigen Verhältnissen. Die Menschen wohnen in behelfsmäßigen Wellblechhütten in Slums, den Elendsvierteln rund um die großen Städte. Diesen Missstand will Housing! for Future beheben und Perspektiven für eine bessere Zukunft bieten. Die gemeinnützige, spendenbasierte Initiative der deutschen Immobilienwirtschaft wurde 2019 von der GWH Wohnungsgesellschaft mbH Hessen und der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) ins Leben gerufen, wenig später kam die INDUSTRIA hinzu. Das Ziel: moderne Gebäude bauen und durch bezahlbare Mieten hygienische, sichere und zukunftsweisende Wohn- und Lebensverhältnisse herstellen.

Wir wollen vor Ort die Basis für eine wirksame Hilfe zur Selbsthilfe bilden. Erreichen wollen wir dies unter anderem mit der Gründung einer örtlichen Wohnungsgesellschaft. Sie sorgt für eine nachhaltige Bewirtschaftung, eine günstige Vermietung und schafft dabei Arbeitsplätze. Auf diese Weise soll das Prinzip der deutschen sozialen Wohnungswirtschaft für Afrika transformiert werden und dort Früchte tragen.

Das Quartier mit Flächen zum Leben, Spielen und Begegnen

Erwerb und Erschließung des Grundstücks, auf dem die ersten Häuser entstehen, wurden aus Spenden von GWH, NHW und INDUSTRIA finanziert. Es ist Teil eines neuen Quartiers, das im Nordwesten von Windhoek heranwächst und über eine gute Anbindung an die Innenstadt verfügt. Flächen für Handel, soziale Infrastruktur sowie öffentliche Grünzüge gewährleisten die Versorgung. Das autofreie Quartier mit Freiflächen zum Spielen und Begegnen soll sich von den sonst üblichen, gleichförmigen Reihenhausketten abheben. Nicht weit entfernt entwickelt sich ein Industriegebiet mit potenziellen Arbeitsplätzen.

Baufirmen nutzen örtliche Ressourcen sowie lokale Handwerker

Seit März 2022 rollen die Bagger auf dem rund 5.300 m2 großen Grundstück am Stadtrand von Windhoek. Die neuen Gebäude verfügen über jeweils zwei oder drei Schlafzimmer und eine Wohnfläche von circa 55 bis 75 Quadratmetern. Alle bieten im direkten Außenbereich Freiflächen zur privaten Nutzung. Das Vorhaben wird jeweils zur Hälfte durch die ansässigen Bauunternehmen Quartz Construction und PolyCare durchgeführt. Beide nutzen örtliche Ressourcen sowie lokale Handwerker und Subunternehmer. Die Gebäude sind in Grundriss, Ausstattung und Aussehen identisch, unterscheiden sich jedoch in der Bauweise. Während Quartz Construction in konventioneller Massivbauweise arbeitet, setzt PolyCare auf eine innovative und nachhaltige Bauweise mit Polymerbetonsteinen nach dem Baukastenprinzip. Sie werden in Windhoek mit Sand hergestellt. Baubeschreibungen und -verträge sind nach deutschem Standard gefertigt.

Spender und Mietpaten gesucht

Im ersten Schritt wurde von jedem der beiden Bautypen – PolyCare und Quartz Construction – ein Musterhaus gebaut, die übrigen 25 Häuser sind jetzt einzugsbereit. Weitere Häuser und das Projekt können allerdings nur fertiggestellt werden, wenn genügend Spenden eingehen. Ein schlüsselfertiges Haus inklusive Grundstücksanteil, Außenanlage und anteiliger organisatorischer Struktur kostet im Durchschnitt etwa eine Million namibische Dollar – rund 50.000 Euro. Neben den Spenden gibt es eine weitere Möglichkeit zur Unterstützung: Als Mietpate für bedürftige Familien können mit einer monatlichen Spende in Höhe von 50 Euro die Mietkosten für einen Haushalt gesenkt, bei einer monatlichen Spende von 250 Euro sogar vollständig übernommen – und damit einer weiteren Familie der Absprung aus den Slums ermöglicht werden.

Weitere Infos zu unserem Engagement und zu dem Projekt finden Sie unter www.housingforfuture.de

113_bild_original

ECORE – für mehr Transparenz bei der Nachhaltigkeit von Immobilien-Portfolios

Bei der Initiative ECORE ist der Name Programm, denn dieser steht für ESG-Circle of Real Estate. ESG repräsentiert dabei die drei Kernpunkte der aktuellen Nachhaltigkeitsdebatte: E für Environment (Umwelt), S für Social (Soziales), und G für Governance (Unternehmesführung). Auf Grund der Tatsache, dass in Europa ein Drittel aller CO2 Emissionen auf Gebäude entfallen* hat die Immobilienbranche ihren klaren Verantwortungsauftrag verstanden. So, ist das Hauptziel der Initiative ECORE die Steigerung der Transparenz von Nachhaltigkeit in Immobilienportfolios. Dafür haben die Mitglieder, denen neben vielen Immobilien Unternehmen auch die INDUSTRIA angehört, einen Scoringstandard entwickelt, der es ermöglicht, Nachhaltigkeit zu messen und dementsprechend miteinander zu vergleichen.

Für das Scoring werden Aspekte aus allen drei ESG-Bereichen untersucht und bewertet. Dies geschieht in der Betrachtung von drei sogenannten Clustern, die sich in Governance, Verbräuche und Emissionen, sowie den Asset Check unterteilen. Im Cluster I, Governance, werden auf Portfolio- und Unternehmensebene Aspekte wie Nachhaltigkeit und Management, Kommunikation und Sensibilisierung, und externe Qualitätssicherung geprüft. Cluster II hingegen, Verbräuche und Emissionen, unterliegt einer quantitativen Analyse von Verbrauchsdaten, CO2 und Abfallaufkommen. Für die Bewertung des Cluster III, Asset Check, wird eine qualitative Analyse verschiedener Bereiche durchgeführt wie beispielsweise die Gebäudeautomation oder der Nutzerkomfort.

Der errechnete Score ermöglicht es dann Banken und Versicherungen, aber auch Mietern und Anlegern, das Immobilienprodukt anhand seiner Nachhaltigkeit im Gesamtmarkt einzuordnen.

Es ist zudem möglich den Score portfolio- sowie länderübergreifend anzuwenden bei einem verhältnismäßig geringen Aufwand bezogen auf Erhebungsaufwand und Kosten.

Durch die zusätzliche Networking Möglichkeit und den Austausch unter Mitgliedern zur Best Practice soll es der Immobilienbranche ermöglicht werden einen ganzheitlichen Beitrag zu leisten, nicht nur für Investoren, Anleger, Mieter, und Mitarbeiter, sondern auch für die Gesellschaft als Ganzes. Der Schutz vor den negativen Effekten des Treibhausgaseffektes hat hier oberste Priorität.

 

* Quelle: ECORE, https://www.ecore-scoring.com/

default

Das unerwartete Investment

bulwiengesa und INDUSTRIA legen erstmals eine Studie vor, die gefördertes Wohnen aus Investmentsicht analysiert. Die Kernergebnisse: Die Zinswende macht gefördertes Wohnen aus Investmentsicht wieder attraktiver. Bis zu 4,0 Prozent Ausschüttungsrendite sind möglich. Auch wenn der Mangel an bezahlbarem Wohnraum weiterhin groß ist, wird fleißig gebaut. Aktuell sind 86.000 Wohnungen in 127 größeren Städten in Deutschland in Bau und Planung.

Viele Jahre haben institutionelle und private Investoren einen großen Bogen um gefördertes Wohnen bzw. Sozialwohnungen gemacht. Dies hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt: Geförderte Wohnungen haben sich in relativ kurzer Zeit als Nische im Wohninvestmentmarkt etabliert. Die INDUSTRIA war einer der Pioniere, der in die Assetklasse investiert hat. Dies war Anlass genug, eine Studie zu dem Thema bei dem Research und Analysehaus bulwiengesa in Auftrag zu geben.

Ein wichtiges Ergebnis: Die Transaktionen im Bereich gefördertes Wohnen haben innerhalb der letzten sechs Jahre stetig zugenommen. Insgesamt wurden 358 Transaktionen mit 31.000 Einheiten Wohnungen in Neubau und Bestand gehandelt, wobei der Höhepunkt mit fast 8.000 Einheiten im Jahr 2021 erreicht wurde.

INDUSTRIA steht bei den Käufern auf Platz fünf

Unter den Käufern belegt die INDUSTRIA Platz fünf. Insgesamt hat der Frankfurter Assetmanager in 24 Deals mehr als 1.200 geförderte Wohneinheiten angekauft. Interessant ist auch die Struktur der gehandelten Pakete: Bei rund drei Viertel (74 Prozent) der Transaktionen handelt es sich um Mischinvestments, in denen sowohl geförderte als auch freifinanzierte Wohnungen enthalten sind. Der Rest entfällt auf „sortenreine“ Transaktionen, die nur aus geförderten Wohnungen bestehen.

Wie sehen die Renditen im Segment gefördertes Wohnen aus? Mit 2,2 bis 2,5 Prozent Nettoanfangsrendite (nach Steuern und Kosten) fällt diese zwar geringer aus als im freifinanzierten Wohnungsbau. Im Gegenzug überzeugt die Assetklasse jedoch mit ihrem sehr geringen Leerstandsrisiko.

Zinswende steigert Attraktivität von gefördertem Wohnen

Ein weiterer Vorteil kommt in der aktuellen Zinswende zum Tragen: Die gestiegenen Zinsen machen gefördertes Wohnen im Vergleich zu frei finanziertem Wohnen für Investoren plötzlich attraktiver, denn Tilgungszuschüsse, zinsvergünstigte Darlehen und andere nicht rückzahlbare Subventionen fallen deutlich mehr ins Gewicht als noch vor der Zinswende. Infolgedessen kann eine Ausschüttungsrendite von bis zu 4,0 Prozent erreicht werden. Generell sind Ausschüttungsrenditen möglich, die 30 bis 100 Basispunkte über dem frei finanzierten Wohnungsbau liegen.

Nachfrage nach bezahlbarem Wohnen ist riesig

Doch gefördertes Wohnen ist viel mehr als nur ein Investment: Es ist auch ein Beitrag zur Lösung eines sozialen Problems: Bezahlbarer Wohnraum ist in Deutschland Mangelware. Allein 2022 zählten 13 Millionen deutsche Haushalte – das entspricht 56 Prozent aller Mieterhaushalte – zur Zielgruppe.

Warum wird insgesamt nicht mehr geförderter Wohnraum geschaffen? Eines der größten Hindernisse auf dem Weg hin zu diesem Ziel ist die Zersplitterung der Förderlandschaft. Die Gesetzgebungskompetenz dafür liegt in Deutschland bei den Bundesländern. Somit hat jedes Land sein ganz eigenes Fördersystem. Dies ist vor allem für deutschlandweit tätige Akteure problematisch. Diese müssen sich von Bundesland zu Bundesland jedes Mal komplett neu einarbeiten.

Die stark voneinander abweichenden Strukturen und Mechanismen zeigen auch die Fallbeispiele in der Studie: Die Förderungen der jeweiligen Landesförderprogramme bestehen jeweils aus mehreren Elementen. In Baden-Württemberg kommt beispielsweise u.a. ein nicht rückzahlbarer Baukostenzuschuss von 18 Prozent des Gesamtinvestments zum Einsatz. Im bayerischen Beispiel ist es ein Tilgungszuschuss von 26 Prozent der Darlehenssumme. In Rheinland-Pfalz wiederum ist es u.a. ein Einmalzuschuss von 13,7 Prozent des Darlehens. Hinzu kommen in allen drei Beispielen KfW-Mittel. Allein diese kurze Aufzählung zeigt die Komplexität, die durch den Föderalismus entsteht.

Fazit: Gefördertes Wohnen hat sich in den letzten Jahren mehr und mehr als Investment etabliert. Jetzt könnte die Assetklasse vor einem Durchbruch stehen: Zum einen führt die ESG-Regulierung vieler institutioneller Anleger zu einem deutlich steigenden Interesse. Zum anderen hat die Zinswende gefördertes Wohnen aus Renditegesichtspunkten plötzlich deutlich attraktiver gemacht.

Die gesamte Studie von bulwiengesa und INDUSTRIA lesen Sie unter dem folgenden Link: https://www.industria-immobilien.de/presse-news/gefoerderte-wohnungen-als-investment/

111_bild_original

Business meets Charity 2022 oder Immobilienwirtschaft trifft Co2 Reduktion

Am Freitag, den 04. November war es wieder so weit: „Business meets Charity“ der INDUSTRIA brachte ein weiteres Mal Belegschaft, Geschäftspartner und Freunde des Hauses für den guten Zweck zusammen. Im Rahmen der Charity-Veranstaltung unterstützt die INDUSTRIA nun schon seit mehr als 10 Jahren verschiedene förderungswürdige Projekte oder sozial engagierte Vereine.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Unterstützung des Fachbereichs Technik der Hochschule Mainz, der sich unter anderem mit Co2-neutralen Technologien beschäftigen. Treibende Kraft der Abteilung ist Herr Professor Thomas Giel, der der Veranstaltung als Gast und Redner beiwohnte.

Vor dem Hintergrund der zunehmend an Bedeutung gewinnenden ESG-Thematik, ist die Wichtigkeit dieses Bereichs vor allem in Immobilienbranche nicht mehr weg zu denken. Es gilt Ökologie (= E), Soziales (= S), und Unternehmensführung (= G) in einer vereinten Art und Weise voranzutreiben und umzusetzen. Neben einer sich rasch entwickelnden Gesetzlage, wird die Fokussierung von nachhaltigen Elementen zunehmend von institutionellen Investoren gefordert. Als Anbieter von sowohl Wohnimmobilien als auch Finanzprodukten, sieht sich die INDUSTRIA in der Verantwortung, Innovationsprojekte in diesem Bereich zu forcieren.

„Da wir bisher noch keine Forschung und Entwicklung Inhouse betreiben, müssen wir sie extern fördern“, begründet Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer der INDUSTRIA, den Schulterschluss mit dem Fachbereich für Technisches Immobilienmanagement.

Die Themen der Energieeffizienz und Gewinnung von regenerativen Energien wurden an dem Abend durch verschiedene Info-Stationen veranschaulicht und erklärt. Technologien wie zum Beispiel Geothermie, Luft-Erdwärme-Tauscher, Solarthermie und auch Energietauscher wurden vorgestellt.

Trotz des Bauaffinität der verschiedenen Themen wurden die rund 130 Gäste auf eine höchst interessante und aufschlussreiche Reise mitgenommen. Mit leckerem Essen und guter Livemusik war „Business meets Charity 2022“ ein sehr gelungener Abend, so die einhellige Meinung der Gäste.

Wie jedes Jahr werden die Eintrittsgelder sowie alle gesammelten Spenden an Professor Thomas Giel und seinen Fachbereich weitergereicht und kommen in vollem Umfang der Studienförderung zugute. Eine wirklich zukunftsorientierte Investition mit Perspektive.

109_bild_original

ESG bei Immobilienfonds: Wie die Anforderungen an Artikel-8-Fonds erfüllt werden können.

Artikel 8 ist der neue Standard unter den offenen Immobilien-Spezialfonds geworden. Wie wird eine gute ESG-Strategie entwickelt? Welche ökologischen und welche sozialen Kriterien sind praktikabel? Welche Kriterien werden von der Aufsicht akzeptiert? Welche Kriterien sind von den institutionellen Anlegern gewünscht? Diese und weitere Fragen werden auf dem Expo-Panel diskutiert.

 

 

103_bild_original

Interview zu gefördertem Wohnen

Arnaud Ahlborn, Geschäftsführer von INDUSTRIA, im Interview zu gefördertem Wohnen und dem neuen Artikel-8-konformen Wohn-Spezial-Fonds.

© Copyright 2025 - INDUSTRIA IMMOBILIEN | Konzept, Design und Code by Blackroom